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Deutsche Bahn soll Übergangbauen und Gräben räumen

Bahnhof Friedland Deutsche Bahn soll Übergangbauen und Gräben räumen

Gleich drei Anträge legte die CDU-Fraktion dem Rat Friedland vor. In zwei Fällen gab es aber lediglich die Möglichkeit, die Deutsche Bahn zum Handeln aufzufordern, was die Politiker der Verwaltung jeweils einstimmig als Aufgabe mitgaben. So soll der Bürgermeister die Bahn auffordern, den Bau eines Fußgängerüberweges am Bahnhof Friedland zu prüfen.

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Ein Überweg ist seit Jahrzehnten immer wieder gefordert und verworfen worden.

Quelle: Pförtner

Friedland. Außerdem soll die Bahn aufgefordert werden, künftig die Gräben entlang der Bahntrasse bei Klein Schneen zu räumen, damit nicht wieder der Rückstau durch zugewachsene Gräben entlang der Trasse den Fußballplatz überschwemmt. Der war zuletzt so überflutet, dass ein Sportfest abgesagt werden musste.

Was die Gräben betrifft, konnte die Verwaltung bereits Vollzug melden. Schon nach dem jüngsten Unwetter waren Bahnmitarbeiter gerufen worden, um vor Ort die Folgen der mit Schilf zugewachsenen Entwässerung zu begutachten. Es müssten noch rechtliche Prüfungen (Wer genau hat die Unterhaltspflicht?) stattfinden, sagte Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs. Die Sache sei aber auf dem Weg. Dazu Frank Holzapfel (SPD): „Die Unterhaltung wächst den Behörden offenbar über den Kopf.“ Gemeint waren auch die zuwachsenden Rückhaltebecken an den Autobahnen.

Anders die Forderung nach einem Überweg in Friedland. Ortsbürgermeister Wilfried Henze (CDU) beklagte häufigere gefährlich Szenen, weil die Bahnlinie bei geschlossener Schranke überquert werde, um den Zug auf der Gegenseite noch zu erreichen. „Ein Wunder, dass nicht noch mehr passiert“, sagte Henze. Gerade in den letzten Jahren seien die Vorfälle durch die vielen Asylbewerber im Lager vermehrt aufgetreten. Jeder Friedländer höre das am Pfeifen der Züge, wenn wieder jemand vor herannahendem Zug die Gleise überquere. Er wolle nicht, dass das Museum Friedland künftig mit Bahntoten in Verbindung gebracht werden. Denn seit Eröffnung des Museums seien die Probleme noch häufiger.

Ein Überweg ist allerdings seit Jahrzehnten immer wieder gefordert und verworfen worden. Eine Fußgängerbrücke muss sehr hoch sein und würde teuer. Vergeblich hatte sich die Verwaltung bemüht, bei der Konzeption des Museums eine Aussichtsplattform samt Überweg über die Bahn ins Spiel zu bringen. Ein Tunnel ist wegen des parallel laufenden Mühlenkanals praktisch unmöglich und wäre ein schwerer Eingriff in die Natur. Die Verwaltung will nun einen erneuten Vorstoß beim Göttinger Bahnhofsmanager unternehmen.

Dritter Antrag war die Forderung nach Ausstattung aller Feuerwehren mit Schmutzwasserpumpen, weil die Löschwasserpumpen bei der Beseitigung von Unwetterfolgen schnell kaputt gehen. Die Verwaltung verwies jedoch darauf, dass die Wehren selbst gerade die Bestückung neu anzuschaffender Löschfahrzeuge prüfen und dabei Schmutzwasserpumpen berücksichtigen. In der nächsten Ratssitzung soll eine Liste vorgelegt werden, in welchen Wehren derartige Pumpen vorhanden sind oder beschafft werden beziehungsweise zu beschaffen sind.

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