Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Dienstwagen von "Freundeskreis"-Chef angezündet

Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen Dienstwagen von "Freundeskreis"-Chef angezündet

Unbekannte haben das Auto eines führenden Mitgliedes des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen angezündet. Der gut 50 000 Euro teure BMW ging vollständig in Flammen auf. Die Polizei geht von einem politisch motivierten Brandanschlag aus. Der Staatsschutz ermittelt.

Voriger Artikel
Zirkus Moreno gastiert
Nächster Artikel
Schäferfest mit Hütehunden und Handwerk

Der Dienstwagen hat einen Totalschaden.

Quelle: PH

Reckershausen. Wie ein Polizeisprecher bestätigt, brach das Feuer in der Nacht zu Donnerstag zwischen 1.30 und 2 Uhr aus. Er selbst habe das Feuer vor seinem Wohnhaus bemerkt und mit dem Feuerlöscher zu löschen angefangen, berichtet der Fahrzeugeigentümer dem Tageblatt. Andernfalls, so glaubt er, hätten die Flammen leicht auf das davor stehende Carport und das darunter stehende zweite Auto sowie auf das nur zwei Meter entfernte Wohnhaus überspringen können. "Lebensgefährlich", sagt er, sei der Brand gewesen. Sein Dienstwagen sei ein Totalschaden. Die Polizei meldet, die Ehefrau habe das Feuer entdeckt, der Mann gelöscht, bis die Feuerwehr kam. Die Brandursache sei noch nicht geklärt, heißt es im Polizeibericht. Der Brandort sei beschlagnahmt worden. Die Spurensuche dauere an.

Bei dem Geschädigten handelt es sich um ein Mitglied des losen Zusammenschlusses von Bürgern, die zuletzt mehrfach in Duderstadt, Dransfeld und Lindau als Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen gegen Flüchtlinge und die Asylpolitik demonstriert haben. Politische Gegner sortieren den Freundeskreis als rechtsradikal ein. "Ich bin mehrfach als Kopf des Freundeskreises bezeichnet worden", sagt der in Reckershausen lebende Versicherungskaufmann. Er habe aber lediglich bei den Treffen jeweils als Anmelder fungiert.

Dass es ein gezielter politischer Anschlag sei, schließt der Reckershäuser aus der Begehungsweise: An allen vier Reifen sei sein Dienstwagen gleichzeitig angesteckt worden. Derartige Anschläge habe es schon gegen mehrere Mitglieder des Freundeskreises gegeben. Eine Botschaft hätten die Täter nicht hinterlassen - oder diese sei mit verbrannt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Tanzende Schneeflocken im "Kauf Park"