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Eltern befürchten Niveauverlust

Friedländer Grundschule Eltern befürchten Niveauverlust

Ein Auslaufen der vielen Projekte, die die Grundschule Friedland überregional bekannt gemacht haben, befürchten Eltern im Zuge der anstehenden Schulfusion. Die Elternvertretung hat sich bereits an die Landesschulbehörde gewendet. „Die Projekte laufen weiter“, beruhigt die kommissarische Schulleiterin.

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Quelle: Hinzmann/Archiv

Friedland. Nach Tageblatt-Informationen soll das Thema an diesem Donnerstag auch im Rat der Gemeinde zur Sprache kommen. Dass es an der Grundschule Probleme gibt, räumt Inge Neubacher, die kommissarische Schulleiterin, offen gegenüber dem Tageblatt ein. Mehrere Mitarbeiter hätten sich zurückgezogen. So habe die langjährige Leiterin des Friedländer Schulchors gekündigt. Die Musikerin sei verärgert gewesen, weil sie in der Grundschule Groß Schneen nicht ebenfalls einen Chor hätte aufbauen dürfen. „Dort passte es nicht in den Stundenplan“, erklärt Neubacher, die diese Schule ebenfalls leitet. Beide Schulen sollen fusionieren.

„Nicht zusammenarbeiten kann ich mit meiner Vorvorgängerin im Amt“, sagt die kommissarische Schulleiterin. Die pensionierte Kollegin sei in den vergangenen sechs Jahren in Friedland als ehrenamtliche MINT-Beauftragte für zum Teil preisgekrönte Projekte zur Förderung der Kinder in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verantwortlich gewesen. Friedland gehöre zu den wenigen MINT-freundlichen Schulen in Niedersachsen.

Richtig sei auch, bestätigt Neubacher, dass eine Lehrerin des achtköpfigen Friedländer Kollegiums sich zum neuen Schuljahr versetzen lasse. Die Lehrerin habe viel dazu beigetragen, dass Friedland „Umweltschule in Europa & Internationale Agenda-Schule“ geworden sei.

„Der Gemeinde Friedland, die Schulträgerin ist, sind diese Vorgänge bekannt“, sagt Johann Schustek, der Allgemeine Vertreter des Friedländer Bürgermeisters. Er wirbt bei den Eltern für Geduld. „Die Vorbereitung der Fusion macht der Schulleiterin, aber auch den Lehrern viel Arbeit“, gibt Schustek zu bedenken. Neubacher leite derzeit zwei Schulen gleichzeitig. Zudem stehe sie der Gemeinde in Fragen rund um den Schulanbau, der derzeit in Friedland errichtet werde, zur Seite. Angesichts dieser Situation sei es nicht verwunderlich, dass zur Zeit nicht alle Projekte mit der gleichen Intensität wie bisher weiterverfolgt würden, so der Allgemeine Vertreter.

Von einem „ständigen Spagat“ spricht die Schulleiterin mit Blick auf ihre Aufgaben. Sie versuche, sich mit der Friedländer Projektarbeit vertraut zu machen. Vorrang habe jedoch der reguläre Unterricht. Im Zuge der Fusion werde es zu „Veränderungen“ kommen. Die Projekte sollten aber weiterlaufen. Über die „inhaltlichen Bausteine“ würden auch künftig die Lehrer bestimmen, betont Neubacher.

„Die Schulfusion ist ein superschwieriger Prozess,“ erklärt Caroline Flechtner, die Vorsitzende der Elternvertretung. Die Eltern hätten im Mai einen „kritischen und teilweise auch verletzenden“ Brief an die Landesschulbehörde verfasst. Das – dem Tageblatt vorliegende – Schreiben, das die personellen Veränderungen anspricht und Unzufriedenheit mit der Schulleiterin zum Ausdruck bringt, sei nicht für die Öffentlichkeit gedacht gewesen, betont Flechtner. Seither habe es „klärende Gespräche“ gegeben. Elternvertreter beider Schulen und Ehrenamtliche, Lehrer sowie die Schulleiterin wollten nun zusammenarbeiten, um den künftig 200 Kindern eine „tolle Schule“ zu bieten

Die Landesschulbehörde, die für personelle Fragen zuständig ist, beantwortete eine Anfrage des Tageblatts nicht. Der zuständige Mitarbeiterin sei krank, hieß es.

Rat der Gemeinde Friedland tagt in Ballenhausen

Ballenhausen. Neue Gehwege für 316.000 Euro soll Ballenhausen im Zuge der Dorferneuerung erhalten. Damit befasst sich der Rat der Gemeinde Friedland während seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Juni, um 19 Uhr im Ballenhäuser Sporthaus, Zum Ahrenbach 13. Nach Abzug der Zuwendungen und einem Anteil von 24.000 Euro, den die Kirchengemeinde trägt, verbleiben für die Gemeinde Kosten in Höhe von 66000 Euro.

157000 Euro wird die Neugestaltung des nördlichen Bereichs der Friedländer Norbertstraße kosten. Die Straße weist erhebliche Schäden auf, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Straßenbeleuchtung sei schlecht. Der Anschluss an die Heimkehrerstraße weise einen Huckel auf, der abzutragen sei. Die Maßnahme werde mit 85 000 Euro aus der Städtebauförderung bezuschusst.

Auf der Tagesordnung stehen zudem die Betriebskostenabrechnungen des Campingplatzes und des Dorfgemeinschaftshauses in Reiffenhausen. Den Flächennutzungsplan für den Groß Schneer Bereich Helmtor will der Rat berichtigen. Maßnahmen zur Verringerung der Verkehrsbelastung fordert der Ortsrat Reckershausen.

Die Grünen setzen sich dafür ein, dass der 2007 sanierte Friedländer Bahnhof zusätzliche Hinweisschilder für Touristen und an verschiedenen Punkten mehr Wetterschutz erhält. Zudem seien die Busanbindungen zu verbessern. Die SPD will, dass die Gemeinde Friedland ihre Flächen verstärkt zur Gewinnung regenerativer Energie nutzt. Friedland solle sich langfristig selbst mit Energie versorgen können.

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