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Ende 2016 soll Windpark ans Netz

Windparkes am Werrahang Ende 2016 soll Windpark ans Netz

Das Umspannwerk Deiderode, das den Stom aus Windkraft aufnehmen soll, steht schon. Der Rest des Windparkes am Werrahang jedoch ist noch umstritten. Vergangene Woche hat der Investor vom Verwaltungsgericht Kassel grünes Licht für den Baubeginn bekommen. Doch die Bürgerinitiative dagegen wehrt sich noch.

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Fünf Windkraft-Standorte rund um Gut Ellerode: Die Bauplätze (braun) sind aus der Luft gut zu erkennen.

Quelle: Meder

Berlepsch/Ellerode. Fünf Windräder mit knapp 150 Metern Naben- und fast 200 Metern Gesamthöhe planen der Investor Enercon und der Grundeigentümer Berlepsch Erneuerbare Energie-Windpark. Im Mai vergangenen Jahres gab es dafür die Baugenehmigung durch das Regierungspräsidium Kassel.

Der Windpark soll auf hessischem Gebiet direkt östlich der Autobahn 7 zwischen Dreieck Drammetal und Abfahrt Hedemünden entstehen. Gegen die Genehmigung wurden zwei Klagen vor dem Verwaltungsgericht Kassel eingereicht. Eine davon ist schon vom Tisch: Der Kläger ist gar nicht betroffen - nur seine Schafe. Er lebt inzwischen in Braunschweig. Seine Klage wurde als unzulässig verworfen.

Die zweite Klage der im Vorwerk Ellerode direkt an der Autobahn lebenden Heidi Rettberg, Stimme der Bürgerinitiative, ist noch anhängig. Bis über sie entschieden wird, könnte es Jahre dauern. Deshalb hatten die Bauherrn ihrerseits ein Eilverfahren bei Gericht anhängig gemacht.

Sie wollten, dass die Genehmigungsbehörde Sofortvollzug anordnet, die anhängige Klage den Bau also nicht mehr ausbremsen kann. In diesem Eilverfahren ist vergangene Woche entschieden worden. Der Sofortvollzug wurde angeordnet, es kann also ab sofort gebaut werden.

Damit ist noch keine Entscheidung in der Hauptsache gefallen. Das Gericht prüfte aber, ob die anhängige Klage Aussicht auf Erfolg haben kann. Das Ergebnis: Es „erweisen sich die erhobenen Klagen (… nach der) summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage als voraussichtlich erfolglos.“

Gegen diese Entscheidung gibt es nur noch die Möglichkeit der Beschwerde. Eine direkte Berufung ist unzulässig. Ob sie innerhalb der Frist (bis 22. April) den Verwaltungsgerichtshof Kassel anrufen will, mag Rettberg auf Tageblatt-Anfrage nicht sagen. Die BI werde „aber noch längst nicht aufgeben“. Rettberg sagt es so: „Erst am Ende werden die Toten gezählt.“

Für die Investoren allerdings, sagt Fabian von Berlepsch, wäre ein Abwarten fatal: „Wenn wir die Entscheidung in der Hauptsache abwarten, ist das Ding tot.“ Denn vierteljährlich sinkt die Höhe der staatlich garantierten Einspeisevergütung.

Ein Jahr Streit hat folglich schon viel Rendite der künftigen Anlagen gekostet. Bis Ende des Jahres soll der Windpark nun ans Netz. Investor Enercon sei sich juristisch sicher, dass die Klagen keinen Erfolg haben werden. Das Gericht habe immerhin jetzt schon auf 43 Seiten ausgeführt, warum die Baugenehmigung rechtens ist.

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