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Erstklässler sollen zunächst pendeln

Schulfusion Erstklässler sollen zunächst pendeln

Die Leiterin der Grundschule Friedland, Elke Klambeck, ist in den Vorruhestand gegangen. Vorerst wird die Schule kommissarisch von einer Doppelspitze aus dem bestehenden Kollegium geleitet. Sie wird am Standort Friedland mit der Grundschule am Einzelberg in Groß Schneen zusammengeführt.

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Die Grundschule in Friedland.

Quelle: Vetter

Friedland/Groß Schneen. Ab Sommer 2017 übernimmt die Leiterin der Einzelbergschule, Inge Neubacher, die Gesamtleitung. Unterdessen haben sich Politik und Schulen darauf geeinigt, das die drei neuen ersten Klassen ab kommendem Sommer zunächst in Groß Schneen unterrichtet werden. Das betrifft auch die Schüler aus Friedland.

Zum 1. Februar hat Klambeck die Grundschule Friedland offiziell verlassen. Das bestätigte die 62-Jährige am Montag. Fast 30 Jahre hat die Lehrerin für Deutsch, Mathematik und Kunst an der Schule unterrichtet, in den vergangenen fünf Jahren leitete sie die Einrichtung. In dieser Zeit hat sie die zum Teil heftige Standortdiskussion begleitet und sich für ihre Schule in Friedland eingesetzt.

Sie hat den Bereich Umweltschule maßgeblich weiter mit ausgebaut und mit ihren Kolleginnen das neue Profil „bewegte Schule“ mit viel Sport etabliert. Ebenfalls unter ihrer Regie hat die offene Ganztagsschule musikalischen Instrumentalunterricht in ihr Nachmittagsprogramm aufgenommen. Vor ihrem Wechsel an die Grundschule Friedland unterrichtete Klambeck unter anderem an der Martin-Luther-King-Schule in Göttingen und an der Orientierungsschule in Hann. Münden.

Bis zur Fusion mit der Grundschule in Groß Schneen leiten Frederike Ziegler (offiziell) und Frauke Nünchert die Grundschule Friedland kommissarisch, bestätigte Klambeck. Im Zuge der Vereinigung wird Inge Neubacher nach eigenen Angaben die Leitung übernehmen. Zurzeit leitet die 63-Jährige bereits die Grundschule in Groß Schneen.

Dort werden ab Sommer nach ihrer offiziellen Einschulung an der verbleibenden Grundschule Friedland für voraussichtlich ein Jahr alle neuen Erstklässler der vereinten Schule unterrichtet. Das hat der Rat der Gemeinde mit großer Mehrheit bei drei Enthaltungen von den Abgeordneten aus Groß Schneen beschlossen. Damit werde die Schule in Friedland entlastet, bis sie wie geplant ausgebaut ist und alle Kinder aufnehmen kann.

Die Gemeindeverwaltung hat zudem den Landkreis Göttingen und den Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen aufgefordert, den Busverkehr für die Erstklässler nach Groß Schneen bereitzustellen.

Ute Haferburg (Grüne) begrüßte es während der Ratssitzung, dass so alle Erstklässler in eine Schule gehen können. Nur Lothar Zeuner (SPD) kritisierte, dass nun für ein Jahr das zum Tragen komme, was die Ratsmehrheit im Mai nicht hatte haben wollen: eine Schule an zwei Standorten.

Von Ulrich Schubert und Jürgen Gückel

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