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Gemeinde Friedland legt Etatentwurf mit 3,05 Millionen Euro Neuverschuldung vor

Hohe Investitionen steigern Kreditvolumen Gemeinde Friedland legt Etatentwurf mit 3,05 Millionen Euro Neuverschuldung vor

Wie sich der Rat auch entscheidet: Die Schuldenlast wird steigen in der Gemeinde Friedland im Jahr 2016. Hohe Investitionen sind zwingend. Und auch zusätzliche Personalkosten führen in dem 10,5-Millionen-Haushalt zu einem Fehlbetrag von 371 400 Euro. Doch die Perspektive bis 2019 ist positiv. So der jetzt eingebrachte Haushaltsplanentwurf.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Friedland. Am Donnerstagabend machte Verwaltungschef Andreas Friedrichs (SPD) den Ratsmitgliedern die Rechnung auf: 4,44 Millionen Euro wird die Gemeinde laut Plan 2016 investieren. Im Vorjahr waren es nur 1,08 Millionen.  Die Unterhaltungsaufwendungen (297 500 Euro) werden sich kräftig erhöhen. Um soviel waren sie im Krisenjahr 2015 schon heruntergefahren worden (159 800 Euro). Die Personalkosten werden nach dem Etatentwurf um zwölf Prozent auf 2,95 Millionen Euro steigen. Auch hier hatten die Vorjahre erhebliche Reduzierungen erbracht (2015 waren es 2,64 Millionen). Das hohe Leistungsprofil im Sozialbereich werde beibehalten, so Friedrichs.

Bei Krippen (330 000 Euro Gesamtkosten), Kindergärten (1,764 Millionen) und Schulen (483 913 Euro) decke die Gemeinde hundertprozentig den Bedarf ab und suche damit ihresgleichen in Niedersachsen. Insgesamt sei die finanzielle Situation der Gemeinde als stabil zu bezeichnen. Die Einwohnerzahl steige nach dem Einbruch durch die Volkszählung wieder. Aktuell sei mit 9200 Einwohnern im Jahr 2016 gerechnet worden.

Dass der größte Teil der Investitionen zwingend ist, zeigt sich schon am Schulanbau Friedland: Der Landkreis hatte der Gemeinde die Räume in Groß Schneen gekündigt. In Friedland soll nun angebaut werden, was allein mit 2,0 Millionen zu Buche schlägt. Die größten weiteren Investitionsposten sind mit 650 000 Euro (davon 250 000 Euro Zuschuss) die Sanierung des Sporthauses Groß Schneen, die Dorferneuerung Elkershausen (540 000) und Ballenhausen (242 000), die Städtebauförderung Friedland (220 000) und die Anschaffung zweier neuer Feuerwehrfahrzeuge (180 000 Euro).

Der Bau des Feuerwehrgerätehauses Friedland schlägt mit noch einmal 150 000 Euro zu Buche, wobei noch 1,2 Millionen aus dem Vorjahr zur Verfügung stehen. Hochwasserschutz für Niedernjesa (90 000), ein Fahrzeug für den Bauhof (60 000), die Erschließung des Gewerbegebietes Groß Schneen (40 000) und der Ausbau Am Bühgraben in Deiderode (50 000) sind weitere große Investitionsposten.

An Schuldendienst wird Friedland 186 800 Euro zahlen müssen, denn die Kredite klettern laut Plan um 3,15 Millionen Euro. Die Nettoneuverschuldung beträgt 3,05 Millionen. Für die kommenden Jahre jedoch werde sich nach diesen Berechnungen das Minus im Ergebnishaushalt von 371 400 Euro schon 2017 in ein Plus und bis 2019 auf 350 000 Euro Überschuss summieren - vorausgesetzt, die Mittelzuweisungen bleiben stabil.

Nun beraten die Fraktionen den Entwurf. Noch im Dezember soll der Haushalt beschlossen werden, damit er früh genehmigt und eine neu geschaffene Stelle im Finanzwesen besetzt werden kann. Denn ab 2016 soll ein Finanzcontrolling eingeführt werden.

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