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Bäche umleiten, Durchlässe befreien

Hochwasserschutz in Friedland Bäche umleiten, Durchlässe befreien

In Folge des Hochwassers im Jahr 2015 wird in Friedland an einem Schutzkonzept für alle 14 Ortschaften der Gemeinde gearbeitet. Vor etwa einem Jahr hat der Verwaltungsausschuss 180000 Euro für ein entsprechendes Konzept freigegeben.

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Beim letzten Hochwasser wurde unter anderem eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Turnhalle überschwemmt

Quelle: SPF

Friedland. In Niedernjesa sei die Untersuchung bereits am weitesten fortgeschritten, erklärte Karsten Roddewig vom Ingenieurbüro Rinne jetzt im Bauausschuss. Auch ein Lösungsvorschlag liege der Gemeindeverwaltung bereits vor. Eine Umleitung des Schneenbachs südlich um den Ort soll die Hochwasserschäden künftig aus dem Siedlungsbereich fernhalten. Das Oberflächenwasser bei Starkregenereignissen müsste dann von den vorhangenen Kanälen aufgenommen werden können, "wenn die Durchlässe frei sind", so Roddewig.

Um mögliche Schäden vorhersagen und verhindern zu können, erstellen die Planer ein Oberflächenmodell der Dörfer und überschwemmen dieses dann mit  einem 100- und einem 500-jährlichen Hochwasser (HQ 100/HG 500). So lassen sich Fließwege identifizieren. Zudem binde man früh die Anwohner mit ein. Das Gespräch über Erfahrungungen auch beim jüngsten Hochwasser seien eine notwendige Ergänzung zu theoretischen Analyseergebnisse. Es folgt eine Prioritätenbildung, dabei laufe es auf die Frage hinaus: Wie kann ich was mit welchem Aufwand schützen?

Eine Priorisierung gibt es auch bei der Abarbeitung der Dörfer. Wo in der Vergangenheit die Schäden am größten waren, wird jetzt vorrangig nach Lösung gesucht. Auf der Bearbeitungsliste stehen daher auch Reiffenhausen, Deiderode und Groß Schneen weit oben. Hier waren 2015 an der Schule schwere Schäden entstanden. Die benachbarte Sporthalle musste abgerissen werden. Sie wird aktuell auf einer einen Meter höheren Bodenplatte neu gebaut.

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