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In Friedland stehen Freie Wähler zur Wahl

SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreis tritt aus Partei aus In Friedland stehen Freie Wähler zur Wahl

In der Gemeinde Friedland wird zur Kommunalwahl im September eine Freie Wähler Gemeinschaft Friedland (FWGF) antreten und sich um Mandate in Rat und Ortsräten bewerben. Mit dabei Jörg Wieland, mehr als zehn Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag. Wieland ist aus der SPD ausgetreten.

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Als Grund für die Gründung der Freien Wähler nennt der Vorsitzende Wagner die "Unzufriedenheit vieler Bürger der Gemeinde Friedland".

Quelle: dpa (Symbolbild)

Friedland. Als Grund gibt der Niedernjesaer, der fast eineinhalb Legislaturperioden für die SPD im Rat Friedland war und seit 2001 im Kreistag sitzt, "Unzufriedenheit in der Zusammenarbeit mit dem SPD-Ortsvorstand" an. Wieland hatte Ende Mai sein Parteibuch zurückgegeben, bleibt aber als Parteiloser für den Rest der Legislaturperiode im Kreistag und auch in der Fraktion. Erneut kandidieren für den Kreistag will er nicht.

Wieland ist nur einer von mehreren bereits politisch Aktiven in der Gemeinde, die ohne Parteimitgliedschaft agieren. Bei der Gründungsversammlung der FWGF wurden Andreas Wagner zum Vorsitzenden und Kai-Uwe Bootjer zum Stellvertreter gewählt. Oliver Günther, Ortsbürgermeister von Ballenhausen, und Olaf Waase, Ortsratsmitglied in Groß Schneen, nehmen die Ämter von Kassenführer und Schriftführer ein. Der Vorstand, so heißt es in einer Pressemitteilung, werde die FWGF auch in die Kommunalwahl führen. Olaf Waase, der schon in Groß Schneen zur Gruppe Freier Wähler gehört, will unter anderem für den Kreistag kandidieren.

Als Grund für die Gründung der Freien Wähler nennt der Vorsitzende Wagner die "Unzufriedenheit vieler Bürger der Gemeinde Friedland". Es seien "doch sehr fragwürdige Entscheidungen getroffen" worden, "die korrigiert werden müssen". Beispiele nennt die Mitteilung nicht. Mit den FWGF werde dem Wähler eine "von Parteiströmungen unbeeinflusste Option geboten", heißt es. Wagner sagt: "Wir machen Schluss mit der Hinterzimmerpolitik von Bürgermeister Friedrichs und wollen eine bürgernahe und zukunftsorientierte Politik machen."

Das Amt des Gemeindebürgermeisters steht am 11. September nicht zur Wahl. In der laufenden Wahlperiode hatte die Gruppe CDU/Grüne die Ratsmehrheit. Seit Austritt des Grünen-Mitgliedes Wolfgang Meyer-Andres aus der Partei besteht ein Patt aus Gruppe und SPD-Fraktion plus Bürgermeister (SPD). Alle großen Investitionsentscheidungen sowie die Haushalte waren zuletzt fraktionsübergreifend mit großen Mehrheiten entschieden worden.

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