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Interkulturelle Woche

Bundesweiter Auftakt in Friedland Interkulturelle Woche

Das Grenzdurchgangslager in Friedland wird am Sonntag, 25. September, Schauplatz der bundesweiten Eröffnung der Interkulturellen Woche 2016. Zu einem ökumenischen Gottesdienst werden hochrangige Geistliche erwartet. Außerdem ist ein Begegnungsfest geplant.

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Symbol für Friedland als Ort des Ankommens: Das Heimkehrerdenkmal

Quelle: Archiv

Friedland. Zum Gottesdienst in der Kirche St. Norbert kommen für die Katholiken der Bischof des Bistums Hildesheim, Norbert Trelle, der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen, und Archimandrit Gerasimos Frangoulakis von der griechisch-orthodoxen Metropolie von Deutschland. Der Gottesdienst wird um 15 Uhr gefeiert. Im Anschluss sprechen Vertreter unterschiedlicher Religionen einen Friedensgruß.

Bis 18 Uhr ist außerdem ein Begegnungsfest auf dem St.-Norbert-Platz vorgesehen. Dort   soll es laut Ankündigung Musik, Kinderunterhaltung, Theater und Kulinarisches geben. Mit von der Partie sind aus Göttingen Gunter Hampel & Danilo Cardoso, das  Boat People Project, das Earl Mobilé Orquestra und aus Hannover das „Get2gether-Jugendtheater“. Mit einem Informationsstand ist auf dem Fest auch das nur wenige Gehminuten entfernte Museum Friedland vertreten. Es öffnet an diesem Tag bei freiem Eintritt. Zu sehen ist dort die Ausstellung „Fluchtpunkt Friedland“.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Das Motto lautet in diesem Jahr „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“. Die Woche wird seit 1975 ausgerichtet und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und Migrantenorganisationen unterstützt. Nach Angaben der Veranstalter gibt es in mehr als 500 Städten und Gemeinden rund 5000 Veranstaltungen.

„Wir sind erschrocken über die zunehmende Verrohung der Sprache und die Radikalisierung des Denkens in manchen Teilen der Gesellschaft“, heißt es in einem gemeinsamen Wort der Kirchen zur aktuellen Woche. Fremdenhass sei jedoch mit der christlichen Botschaft unvereinbar. „Wir dürfen nicht die Getriebenen unserer Ängste werden, sondern müssen die Herausforderungen angehen“, heißt es weiter: „Daher rufen wir auf zur Solidarität mit den Geflüchteten, die angesichts von Gewalt und Perspektivlosigkeit zu uns gekommen sind: Begegnen wir ihnen mit Offenheit – im Geiste der Nächstenliebe.“

Von Jörn Barke und Jürgen Gückel

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