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Klein Schneen erteilt dem Müll eine Abfuhr

Putzaktion Klein Schneen erteilt dem Müll eine Abfuhr

Premiere in Klein Schneen: Der Festausschuss mit Vertretern aller Vereine hat zum gemeinsamen Müllsammeln aufgerufen. Entlang der Bäche und an Straßenkreuzungen in der gesamten Gemarkung waren 70 Bürger unterwegs, die einen kompletten Trecker-Anhänger Müll aus der Natur holten.

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Die fleißigen Sammler mit ihrer Ausbeute.

Quelle: EF

Klein Schneen. „Es ist gigantisch, was wir an Müll gefunden haben“, sagt Frank Gerke, Vorsitzender des Angelvereins Klein Schneen, nach der Aktion. „Alles, was wir an Sackreserven hatten, wurde aufgebraucht. Wir waren selbst erstaunt, wie viel zusammengekommen ist.“

Voller Erfolg

Zuvor sah man überall in der Gemarkung Menschen mit knallig orangefarbigen Warnwesten – gesponsort von der Firma Veolia – in den Bächen und Wäldchen entlang den Straßen, die Mutter-Kind-Krabbelgruppe kümmerte sich mit den Kleinen um den Kinderspielplatz im Ort.

In den Jahren zuvor war es Tradition, dass Vereine und Gruppen im Ort für sich auch schon zum Frühjahrsputz unterwegs waren – jeder in seinem Bereich. Nun wurde erstmals von allen Vereinen im ganzen Dorf über Flyer und das Gemeindeblatt zu einer konzertierten Aktion aufgerufen. Das Ergebnis wertet Gerke als vollen Erfolg, nicht nur gemessen am Müll.

Denn es kamen auch rund 70 der etwa 580 Einwohner des Ortes. „Es gibt einen guten Zusammenhalt im Dorf, daher machen wir gerne mit“, sagt Meike Willing, die seit vier Jahren in Klein Schneen lebt. „Ich freue mich sehr, wie viele aus dem Dorf dabei waren.“

Stolz auf die Leistung

Einer der Gründe, ein dorfweites Müllsammeln zu veranstalten, war das Hochwasser aus dem Sommer 2015, das neben den Schäden auch jede Menge Abfall weiträumig verteilte. Hinzu kommt der Gesellschaftsmüll, wie es Gerke nennt: An Kreuzungen und insbesondere an der Autobahnauffahrt zur A38, „wo die Leute mal Pause machen, wird der Müll einfach aus dem Fenster geschmissen. Gefühlt wird es schlimmer.“

Säuberungsakton in Klein Schneen.

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Und was sich da alles fand: Schokoladenverpackungen, die überall zu findenden McDonalds-Tüten, Autoreifen, Plastiktüten, „Naturklos“ und ein Beutel voll mit benutzten Windeln, aber auch Bauschutt und gemähter Rasen. Das sorgt für Kopfschütteln. „Man sollte schon in den Schulen einen Aufräumtag machen“, meint Frank Gerke. „So dass die Kinder von klein auf lernen, anderer Leute Müll aufzusammeln. Dann schmeißen sie ihn später vielleicht nicht selbst in die Natur.“ Die zahlreichen Dorfkinder, die mitgesammelt haben, waren jedenfalls sehr stolz auf ihre Sammelleistung.

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