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Lob für „wichtige und vorbildliche Arbeit“

Landessuperintendent in Friedland Lob für „wichtige und vorbildliche Arbeit“

Der Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen, Eckhard Gorka, hat sich bei einem Besuch des Lagers Friedland einen Eindruck von der dortigen Arbeit der evangelischen Kirche verschafft. Er besuchte auch den aus Göttingen stammenden Lagerpfarrer Thomas Harms.

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Landessuperintendent Eckhard Gorka (l.) und Lagerpfarrer Thomas Harms im Gespräch mit Mitarbeitenden im Frauenzentrum.

Quelle: r

Friedland. Besonders beeindruckt habe Gorka der Besuch im Kinderhaus und in der Vorschule, erklärt Helge Meyn-Hellberg, Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel. Kinder mit Muttersprachen wie Arabisch und Russisch würden sich "im fröhlichen Gewusel balgen". Tafelbilder erklärten spielerisch die ersten deutschen Vokabeln.

Angebot der Diakonie gewürdigt

Harms habe über die Herausforderungen berichtet, die Kinder jeweils nur eine kurze Zeit zu betreuen, bevor dann der Umzug ihrer Familien an einen neuen Wohnort in Deutschland erfolge. Das erfordere immer wieder "neue Flexibilität und großes Einfühlungsvermögen" von seinen Mitarbeitenden. Gleichzeitig mache es ihn stolz, dass in Friedland ein Angebot für Kinder aller Altersgruppen durch die Diakonie vorhanden sei. Das sei sehr wichtig auch für die Mütter der Kinder. Zum einen wüssten sie hier ihren Nachwuchs "wirklich in Geborgenheit". Oftmals zum ersten Mal ohne die Gefahr von Übergriffen auf Leib und Leben der Kinder und ohne Bedrohung von Kriegsgewalt. Daneben bräuchten die Frauen selbst Zeit zum Erwerb der deutschen Sprache und für ein Ankommen auch psychisch.

Dass es gelinge, mit dem Können und dem Wissen der nach Deutschland Geflüchteten professionelle Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, habe der Landessuperintendent durch das von einer Irakerin entwickelte Sprachlabor in den Räumlichkeiten der Diakonie erlebt. Wie wichtig es sei, Themen des Alltags, Grundkenntnisse der deutschen Sprache und eine erste Orientierung in der neuen Gesellschaft an die Geflüchteten zu vermitteln, habe Harms während des Besuchs im Frauenzentrum, einem gemeinsamen Projekt von katholischer Caritas und evangelischer Diakonie, betont.

Besondere Bedeutung besitze laut Harms die Asylverfahrensberatung durch die Diakonie. Erst durch sie seien die Menschen und ihre Familienangehörigen in der Lage, sich über die Rahmenbedingungen und die einzelnen Schritte ihres Asylvorgangs zu informieren.

Positives Resümee gezogen

Im Resümee in den Büroräumen der Diakonie, die, wie die evangelische Kirche auch, in einer alten Baracke liegen, hätten sich beiden Geistlichen sehr zufrieden darüber geäußert, „dass das evangelische Lagerpfarramt nunmehr mit einer vollen Stelle ausgestattet ist“. Neben der seelsorgerlichen Arbeit sei Harms als Geschäftsführer der Inneren Mission/Evangelisches Hilfswerk für die 18 Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Projekten verantwortlich. Zudem vertrete er die Themenkomplexe Flucht, Vertreibung, Aussiedlung, Migration und Asyl gegenüber der Landeskirche und dem Diakonischen Werk. Im Namen des Sprengels und der ganzen hannoverschen Landeskirche habe Gorka dem Amtsbruder und seinen Mitarbeitenden für ihre "wichtige und vorbildliche Arbeit" im Lager Friedland gedankt.

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Von Redakteur Axel Artmann

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