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Landkreis will Busanbindung des Friedländer Bahnhofs verbessern

Friedland Landkreis will Busanbindung des Friedländer Bahnhofs verbessern

Eine bessere Busanbindung von Dörfern der Gemeinden Friedland und Rosdorf an den Friedländer Bahnhof würde die Kosten auf 2,3 Millionen Euro (plus 23 Prozent) steigen lassen. 300 zusätzliche Nutzer ließen sich gewinnen, hat ein Planungsbüro dem Verkehrsausschuss des Göttinger Kreistags berichtet.

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Bahnhof Friedland (Archivbild)

Quelle: Jan Vetter

Göttingen. Bürger im Landkreis sollten das Oberzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln besser erreichen können, erläuterte Dezernentin Christel Wemheuer. Dazu benenne der Nahverkehrsplan – vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und rückläufiger Nutzerzahlen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) – Maßnahmen. Eine davon sei die bessere Busanbindung an den Friedländer Bahnhof.

„Dieses ist aber nur eines der Ziele, die der Plan setzt“, gab Rainer Stock-Otto von der hannoverschen Gesellschaft für Verkehrsberatung und Systemplanung den Ausschussmitgliedern zu bedenken. Der ÖPNV werde ohnehin aufgrund der Anwendung des neuen Tariftreuegesetzes künfig um 190000 bis 370000 Euro im Jahr teurer. Andererseits stelle das Land für neue Projekte im Landkreis eine Million Euro zur Verfügung. Der Ausschuss gab keine Empfehlung ab. Der Kreistag muss bis Ende des Jahres eine Entscheidung fällen, da dann die Aufträge neu ausgeschrieben werden müssen.

Einstimmig forderte der Ausschuss auf Initiative der Gruppe Linke / Piraten / Partei die Verwaltung auf, in Absprache mit den Kommunen Vorschläge für eine bessere Radwegverbindung zwischen Niedernjesa und Göttingen zu machen. Die Gruppe macht sich für eine neue Brücke über die Rase 200 Meter östlich der Straße Am Flüthedamm in Rosdorf stark.

Verschenken will der Landkreis die Pedelec-Verleihsysteme, die in einem Modellversuch getestet wurden. Sie gehen in den Besitz der Stadt Dransfeld, der Gemeinde Friedland, des Gesangvereins Concordia Reiffenhausen und des Campingplatzes am Hohen Hagen über, die sie bisher betrieben haben. Das sollen sie auch in Zukunft tun. Ein Verkauf der Systeme ist nur in Absprache mit der Kreisverwaltung möglich, empfiehlt der Ausschuss.

Die Caritas soll keinen weiteren Preisnachlass beim Kauf der Pestalozzi-Schule in Duderstadt erhalten, empfiehlt der Ausschuss. Die Caritas bekommt das Gebäude an der Neutorstraße 6, das einen Verkehrswert von 1,3 Millionen Euro hat, für den Buchwert von 900000 Euro. Der Landkreis wolle mit dem günstigen Angebot das Caritas-Projekt „Inklusiver Campus“ unterstützen, erläuterte Wemheuer.

Der Landkreis selbst, so die Dezernentin, könne das Gebäude nicht gebrauchen. Ein Umbau zu Verwaltungszwecken wäre teurer als ein Neubau. Der Grund: Die Außendämmung müsste aufgrund der Nutzungsänderung gemäß heutiger Vorgaben erneuert werden. Teuer würde auch das Installieren barrierefreier Zugänge. An einen Privatinvestor lasse sich das Haus kaum verkaufen, da Duderstadt den Bebauungsplan nicht ändern wolle.

Von Michael Caspar

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