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Willkommen bei interkulturellem Sportfest

Pokale als erste Ehrungen Willkommen bei interkulturellem Sportfest

"Sport verbindet – Vielfalt auch“, unter diesem Motto haben sich Spätaussiedler, Asylbewerber, Flüchtlinge und Einwohner aus den Umlandgemeinden zum interkulturellen Sportfest im Grenzdurchgangslager getroffen. An den Ehrungen der Siegermannschaften nahmen auch Vertreter aus der Politik teil.

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"Sport verbindet – Vielfalt auch“, unter diesem Motto haben sich Spätaussiedler, Asylbewerber, Flüchtlinge und Einwohner aus den Umlandgemeinden zum interkulturellen Sportfest im Grenzdurchgangslager getroffen. 

Quelle: Hartwig

Friedland. Das Sportfest wird seit 2011 jährlich vom Landesverband Niedersachsen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland organisiert. Bis zu 250 Menschen seien dabei, sagte die Vorsitzende Lilli Bischof. Eigentlich hatte Boris Pistorius, Niedersächsischer Minister für Sport und Inneres (SPD), sein Kommen zugesagt. Ein Stau auf der Autobahn hinderte ihn jedoch, und so sprang sein Parteigenosse, der SPD-Frakionsvorsitzende Thomas Oppermann, ein.

„Viele Menschen, die in Friedland angekommen sind, haben in Niedersachsen eine neue Heimat gefunden“, sagte Oppermann und nahm mit Anerkennung und Blick auf den Landesverband wahr, dass auch Jahre nach der Ankunft die Verbindungen nach Friedland für viele Menschen nicht abreißen würde. Das bestätigte Bischoff, die 1988 selbst aus der Ukraine kam und in Friedland aufgenommen wurde. „Wir haben damals viel Hilfe erhalten und wollen das gern weitergeben“, erklärte Bischoff, die auch stellvertretende Bundesvorsitzende ist. Diese Initiative lobte auch die CDU-Abgeordnete Editha Lorberg, die ebenfalls zum interkulturellen Sportfest ins Durchgangslager gekommen war und Grüße aus dem Landtag überbrachte.

Das Sportfest sei eine gute Gelegenheit, über Sprachbarrieren hinaus miteinander in Kontakt zu kommen. „Der Pokal, den die Sportler erhalten, ist eine erste Ehrung in ihrer neuen Heimat“, erklärte Bischoff einen der Grundgedanken zur Veranstaltung. Menschen jeden Alters konnten Teams bilden in den Sportarten Volleyball, Tischtennis, Schach, und Kinder im Alter bis 14 Jahren auch Mini-Fußball. Zu den Siegerehrungen wurden die Mannschaften auf die Bühne gerufen und nahmen unter tosendem Applaus ihre Pokale und Urkunden entgegen. Den großen Pokal für die Mini-Fußballer überreichte Oppermann persönlich an die Sieger. Vielleicht würde sich hier schon der Nachwuchs für Hannover 96 anwerben lassen, meinte Bischoff lachend und lobte die Leistungen der Kinder. Für diejenigen, die nicht an den Wettkämpfen beteiligt waren, gab es Süßigkeiten, kleine Präsente und ein Spielangebot.

Bevor es zu den Siegerehrungen in den anderen Sportarten kam, startete das Kulturprogramm mit Musik und Tanz. „Das Programm haben wir selbst zusammengestellt“, lobte Bischoff die Initiative der Mitglieder aus dem Landesverband der Deutschen aus Russland. Der Verband sei ohnehin sehr aktiv, die Mitglieder zum Teil seit Jahrzehnten in Deutschland integriert und organisierten zahlreiche interkulturelle Veranstaltungen. 

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