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Museum zum Lager Friedland wird im März eröffnet

Museen/Flüchtlinge/Bundesländer Museum zum Lager Friedland wird im März eröffnet

Der Umbau des historischen Bahnhofs in Friedland bei Göttingen zu einem Ausstellungsort ist weitgehend abgeschlossen. In dem 1890 errichteten Gebäude wird Mitte März der erste von zwei Teilen des geplanten Museums Friedland eröffnet, teilte das niedersächsische Innenministerium mit.

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Lager Friedland

Quelle: Pförtner

Friedland. Zu dem Festwochenende vom 18. bis 20. März werden unter anderem Ministerpräsident Stephan Weil und Innenminister Boris Pistorius (beide SPD) erwartet. Bei dem Eröffnungsfest sind Führungen, Talkrunden und ein Bürgerfrühschoppen geplant.

Das Museum Friedland soll die 70-jährige Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland bei Göttingen dokumentieren. Die Kosten dafür werden auf insgesamt rund 20 Millionen Euro geschätzt - Bund und Land tragen davon jeweils die Hälfte. Im zweiten Bauabschnitt sollen ein Besucher- und Forschungszentrum sowie eine internationale Jugendbegegnungsstätte errichtet werden. Ein Museumspfad soll alle Museumsteile miteinander verbinden.

Das Lager Friedland wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der britischen Armee als Auffangstation für heimatlose Menschen und zurückkehrende Kriegsgefangene errichtet. Später kamen vor allem Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion über Friedland in die Bundesrepublik. Seit 2011 dient die Einrichtung auch als Erstaufnahme des Landes Niedersachsen für Asylsuchende.

Das eigentlich für bis zu 700 Menschen ausgelegte Lager war in den vergangenen Monaten teilweise dreifach überbelegt. Bislang haben insgesamt rund 4,5 Millionen Menschen das Lager Friedland durchlaufen.

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