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"Warum Wasser jetzt noch filtrieren?"

Groß Schneer stellen Enthärtungsanlage in Frage "Warum Wasser jetzt noch filtrieren?"

Groß Schneen. "Warum müssen wir das Wasser jetzt noch filtrieren?" Diese Frage stellte in der Ortsratssitzung Groß Schneen CDU-Kandidatin Marlies Schügl und hatte einige Zuhörer auf ihrer Seite. Die beiden neuen Brunnen lieferten laut Schügl doch mit 22 Grad Härte "immerhin weicheres" Wasser.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Groß Schneen. In einer Bürgerbefragung hatte sich 2013 die Mehrheit der Friedländer für "weicheres Wasser" und damit für den Bau einer Enthärtungsanlage ausgesprochen. Die Initiative war von der Ortschaften Niedernjesa ausgegangen, wo das Wasser aus der Quelle Ballenhausen bis zu 44 Grad Deutscher Härte misst. Seitdem plant der Wasserverband Leine-Süd die Nanofiltrationsanlage, die am Hochbehälter Groß Schneen entstehen und auch die Nord-Dörfer versorgen soll.

Weil aber Brunnen 1 in Friedland versiegt ist und Brunnen 2 einer Regeneration bedarf, hat der Verband zwei neue Brunnen östlich Groß Schneen niederbringen lassen. Das dort gefundene Wasser hat 22 Härtegrade - die Hälfte dessen, was in Ballenhausen fließt. Es ist noch hart, aber deutlich weicher. Am Jahresende soll es eingespeist werden.

Schügl verweist darauf, dass es seinerzeit hieß "weicheres Wasser", nicht etwa "weiches Wasser". Auf die teure Aufbereitung könne verzichtet werden. Gemeindebügemeister Andreas Friedrichs (SPD) sieht sich jedoch an das Ergebnis der Befragung gebunden. "Diese Entscheidung ist umzusetzen, so wie ein Ratsbeschlus." Dazu gebe es auch Rechtssprechung. Einzig dann, wenn sich herausstellen sollte, dass es mit dem Landkreis keine Einigung über die Entsorgung des aufgehärteten Abwassers gebe und die Anlage deshalb sehr viel teurer würde, will er darüber noch einmal informieren und den Rat über die Mehrkosten beschließen lassen.

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