Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Rainer Nothdurft übernimmt Vorsitz

Hospiz-Verein an der Leine Rainer Nothdurft übernimmt Vorsitz

Der Hospiz-Verein Friedland an der Leine hat mit Rainer Nothdurft einen neuen Vorsitzenden. Allerdings nur bis Ende des Jahres. Nothdurft hat das Amt kommissarisch übernommen nachdem im Januar der Vorsitzende Wolfgang Maltzahn verstorben ist. Denn bereits im Oktober 2016 erlag der zweite Vorsitzende Dieter Kahl einem Krebsleiden.

Voriger Artikel
Kurzfilm-Workshop für Jugendliche
Nächster Artikel
Nicht vor 2019 fertig

Friedland.  Bis Ende 2017 hat sich der Verein jetzt Zeit gegeben, entweder einen kompetenten ersten Vorsitzenden zu finden oder aber den Verein abzuwickeln. "Wir hoffen, dass wir jemanden finden, der bereit ist, den Hospiz-Verein weiterzuführen. Und ein Konzept für die Zukunft zu erstellen", berichtete Nothdurft. Denn einige der vom Verein angestoßenen Projekte seien eng mit dem Namen Wolfgang Maltzahn verknüpft.

So etwa das geplante Hospiz in Friedland, bei dem Verein sich eingebracht habe. Ob dies nun jemals gebaut werde sei noch unklar. Der kommissarische Vorsitzende betont aber auch, dass bei all diesen Planungen Wolfgang Maltzahn die Fäden in der Hand gehabt habe. "Wolfgang Maltzahn und auch Dieter Kahl haben eine große Lücke hinterlassen, die wir nur schwer schließen können", erklärte Nothdurft. Denn beide seien nicht nur im Thema gewesen, sondern hätten auch die Zeit gehabt sich um die Projekte zu kümmern. Rainer Nothdurft, der aus der Baubranche kommt, hat den Posten nach eigener Aussage nur übernommen, damit der Verein, der von seinem Freund Maltzahn gegründet wurde, nicht von Amtswegen her abgewickelt werde. "Ansonsten bin ich für eine Fortsetzung des Vereins definitiv nicht der Richtige", sagt er.

Ein weiteres Projekt, das Maltzahn mitinitiert hat, ist das Familienzentrum "Häuschen am Kreisel" in Friedland, das erst im November vergangenen Jahres eröffnet wurde. Dort ist derzeit mit Marie-Luise Schwarz noch ein Vereinsmitglied regelmäßig aktiv. Diese würde nach Auskunft der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Friedland Katja Grothe auch gern weitermachen. Allerdings möchte sie sich ganz auf die Seminare, die sie im Bereich Trauerbegleitung anbietet konzentrieren. "Wir arbeiten mit dem Hospiz-Verein nach wie vor gut zusammen, und wir planen derzeit auch eine Veranstaltungsreihe, an der sich der Verein auch beteiligen möchte", weist Grothe auf eine der geplanten Veranstaltungen im Häuschen am Kreisel hin. Sowohl Nothdurft als auch Grothe sind sich einig, dass das Familienzentrum auch ohne den Hospiz-Verein weiter bestehen würde. "Es gibt aber im Verein einige, die noch weitermachen wollen. Es stellt sich nur die Frage, wo sie dann unter kommen, wenn der Verein sich tatsächlich auflöst", so die Gleichstellungsbeauftragte. Deshalb würde die Gemeindeverwaltung es begrüßen, wenn der Hospiz-Verein über das Ende dieses Jahres hinaus bestehen würde.
Für die weitere Entwicklung des Häuschens am Kreisel sei aber auch die Vereinsauflösung kein größeres Problem. Denn das Zentrum solle sich aus der Gemeinde heraus entwickeln. So gebe es bereits jetzt zahlreiche Projekte die angelaufen sein. "Dazu gehört etwa auch der internationale Friedland", nennt sie eins der Projekte. Für Katja Grothe ist ihre Aufgabe, die sie beim Familienzentrum übernommen hat auch eher die Koordination und Vernetzung der einzelnen Projekte. Deshalb sei ihr Ziel auch, wenn tatsächlich die nicht gewünschte Variante der Auflösung des Hospiz-Vereins Friedland an der Leine eintrete, dass die bisherigen Strukturen dann auch ohne den Verein weiter bestehen. ve

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die wechselvolle Geschichte des Gasthaus Waterloo