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Rat will kleinere Fläche für Windräder

Klausel für künftige Investoren Rat will kleinere Fläche für Windräder

Windräder dürfen in der Gemeinde Friedland nur in einer Entfernung zu Orten und Einzelgebäuden errichtet werden, die ihrer zehnfachen Höhe entsprechen. Die Aufnahme einer entsprechenden Klausel im Flächennutzungsplan beschloss der Rat der Gemeinde am Donnerstag in Niedernjesa.

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Windräder dürfen in der Gemeinde Friedland nur in einer großen Entfernung zu Orten und Einzelgebäuden errichtet werden.

Quelle: Swen Pförtner

Friedland. „Menschen müssen den gleichen Schutz wie Rotmilane, Schwarzstörche oder Uhus genießen“, begründete der SPD-Fraktionsvorsitzende, Frank Holzapfel, den gemeinsamen Antrag von SPD, CDU und FWGF. Mit den gewählten Abständen werde der Bau von Windräder in den beiden Vorranggebieten – einmal zwischen Ballenhausen, Groß Schneen und Stockhausen sowie südlich des Wendebachstausees – „deutlich eingeschränkt“, erklärte Holzapfel.
Widerspruch äußerte lediglich Ute Haferburg (Grüne). Die Gefahr sei groß, dass der Landkreis den Beschluss als „Verhinderungsplanung“ verstehe und den Flächennutzungsplan am Ende nicht genehmigen werde, warnte sie. „Ob wir beim Landkreis Gehör finden, ist offen“, räumte Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) ein.
Einstimmig unterstützte der Rat einen Antrag der FWGF, der Maßnahmen gegen Umleitungsverkehr vorsieht. Durch fast alle Orte der Gemeinde rollten bei Sperrungen der Autobahnen 7 und 38 „endlose Fahrzeugkolonnen“, hieß es im Rat. Besonders stark betroffen sei Reckershausen bei Schließungen des Heidkopftunnels. Ratsmitglied Heike Hildmann (CDU), die auch Ortsbürgermeisterin in Reckershausen ist, forderte eine bessere Ausschilderung am Kreisel der Ausfahrt Friedland. Dort fehle der Hinweis, dass Fahrzeuge Richtung Leipzig die Bundesstraße 80 wählen sollten.
Selbst wenn es diesen Hinweis gebe, würden viele Fahrer ihrem Navigationsgerät mehr trauen und den kürzeren Weg über Reckershausen nehmen, wurde ihr aus dem Ausschuss entgegen gehalten. Eine Höhenbegrenzung an der Kreiselabfahrt Richtung Reckershausen brachte Bürgermeister Friedrichs ins Gespräch. Dagegen sprach sich Hildmann aus, weil die Abfahrt auch von landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen genutzt wird. Johann Schustek, Leiter des Ordnungswesens, schlug eine Schranke vor, die bei Sperrungen der Autobahn herunterzulassen sei. Jörg Wieland, Fraktionsvorsitzender der FWGF, appellierte an die Parteien, die örtlichen Kreis-, Landes- und Bundespolitiker stärker für die Lösung des Problems in die Pflicht zu nehmen.

Von Michael Caspar

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