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„Schlicht, aber schön“

Sporthalle Groß Schneen „Schlicht, aber schön“

Der Siegerentwurf für den Neubau der Dreifeld-Sporthalle in Groß Schneen kommt aus Münster: Das Büro „23-7 Architektur“ mit Architekt Ulli Weidemann hat sich bei dem Architektenwettbewerb gegen 24 Mitbewerber durchgesetzt.

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Siegerentwurf: Architekt Ulli Weidemann aus Münster gewinnt den Wettbewerb für den Neubau der Sporthalle in Groß Scheen.

Quelle: r

Göttingen / Groß SChneen. Das Preisgericht, das mit Architekten, der Verwaltungsspitze des Landkreises, Kreispolitikern, Ortsbürgermeister und den künftigen Nutzern besetzt war, lobte den „schlichten, aber schönen“ Entwurf als „durchdachte, städtebauliche, architektonische, funktionale und sehr wirtschaftliche Lösung“. Er biete eine „sehr gute architektonische Formensprache“.

Weidemanns Entwurf sieht eine von vier Seiten mit einem eingeschossigen Klinkerbau umbaute Halle mit einem „einladenden“, überdachten Eingang vor. Zuvor waren in einem Workshop mit Vertretern von Schulen und Vereinen die Anforderungen an die Halle erarbeitet worden. Das Jury-Urteil fiel einstimmig.

Der Neubau soll die alte Sporthalle in Groß Schneen ersetzen. Diese hatte ein Starkregen mit Hochwasser im August ruiniert. Schadenshöhe: mehr als 860 000 Euro. Die Baukosten für den Ersatz beziffert die Kreisverwaltung mit rund 5,8 Millionen Euro. Die Sanierung der alten Halle hätte nach Angaben der Verwaltung mindestens 4,4 Millionen Euro gekostet.

Ausstellung im Kreishau

Alle 25 Wettbewerbsbeträge: In einer Ausstellung im Kreishaus, Reinhäuser Landstraße 4, sind noch bis zum 14. Juni alle 25 von der Jury bewerteten Beiträge zum Architektenwettbewerb für die Sporthalle in Groß Schneen zu sehen – im Modell und als Zeichnungen.

Die Schau ist zu den Öffnungszeiten des Kreishauses zu besichtigen. Der Siegerentwurf von Ulli Wiedemann ist mit 10 000 Euro dotiert. Platz zwei mit 7000 Euro Preisgeld ging an das Büro „SWS Architekten“ aus Karlsruhe. Das Büro „Schaltraum Dahle-Dirumdam-Heise“ belegte den dritten Platz (5000 Euro) aus Hamburg. mib

Landrat Bernhard Reuter (SPD) hofft, die Halle Anfang 2018 und Betrieb zu nehmen. Die Schüler der Carl-Friedrich-Gauß-Schule benötigten die Sporthalle, die Sportvereine müsset ihren Sportbetrieb derzeit improvisieren. Zuvor gebe es am 14. Juni eine Vorstellung im Bauausschuss, die endgültige Entscheidung treffe der Kreistag am 22. Juni, sagte Reuter bei der Präsentation der Entwürfe.

Das Preisgericht hatte dem Landkreis empfohlen, den Sieger des Wettbewerbes „mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen“. Die Erste Kreisrätin Christel Wemheuer betonte, dass schon in der Wettbewerbsauslobung deutlich gemacht wurde, dass der Siegerentwurfgebaut werden soll. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um das geplante Galeriegebäude im Göttinger Kunstquartier geht sie von einer hohen Akzeptanz für den Neubau im Kreistag aus. So seien alle Fraktionen in der Jury vertreten gewesen.

Angesichts der Hochwasserschäden an der alten Halle wünschte sich Reuter auch für die Groß Schneer Bürger, die nicht neu und hochwassersicher bauen könnten, eine Lösung. Seit Jahren gibt es im Ort eine Diskussion über das Kanalnetz.

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