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Segen für ein Pony namens Oskar

5. Tiergottesdienst in Elkershausen Segen für ein Pony namens Oskar

Mensch und Tier kamen in großer Zahl: Zum 5. Tiergottesdienst des Kirchenvorstands Elkershausen und des Tierschutzvereins Friedland und Umland kamen über 40 Besucher zum Open Air Gottesdienst an der Elkershausener Grillhütte. Sie brachten etwa 15 Hunde und ein Pony mit.

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Pastor Wolfgang Maltzahn mahnte auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Haustieren an.

Quelle: HW

Elkershausen. Gelegentliches Winseln war zwar während der Predigt von Pastor Wolfgang Maltzahn zu hören, ansonsten blieb die mitgebrachte Haustierwelt überraschend ruhig, das Pony graste friedlich. Der Gottesdienst profitierte vom sonnigen Wetter, die Bierzeltgarnituren im Wald am Rande von Elkershausen waren alle besetzt und das E-Piano sowie der Pastor erreichten die Besucher über die Lautsprecheranlage problemlos.

„So viele Besucher sind noch nie gekommen“, sagt Gabriele von Auwers-Günther vom Tierschutzverein, der bei der Gelegenheit auch einen Mini-Flohmarkt zur Vereinsunterstützung veranstaltete. Diesmal sei der Gottesdienst sehr hundelastig, zu vorherigen Veranstaltungen wurden hingegen auch schon einmal Kaninchen und Reitpferde mitgebracht.

Der Gottesdienst selbst stand denn auch ganz im Zeichen des Tieres beziehungsweise des Umgangs mit dem Tier. Maltzahn erinnerte daran, dass Tierhalter nicht nur Rücksicht auf ihr Tier nehmen sollten, sondern auch auf Mitmenschen, die Angst zeigten, wenn der Hund angeleint ist. Egal, ob man selbst von der Friedfertigkeit des eigenen Hundes überzeugt sei, die Ängste seien real.

Maltzahn mahnte auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Haustieren an. Schon bevor eines angeschafft würde, sollte man sich mit Pflegehunden etwa aus dem Tierheim damit vertraut machen, was es eigentlich bedeute, sich um ein Tier zu kümmern – und es nicht an einer Raststätte zurücklassen, wenn es in den Urlaub geht. „Massentierhaltung und -schlachtung, wo ist das noch der ethisch saubere Umgang mit der Schöpfung?“, fragte der Pastor weiter. Die industrielle Landwirtschaft sei ebenso kritisch zu sehen wie die Ausrottung von Tierarten.

Als schließlich zum Ende die Gläubigen aufstanden und sich an den Händen fassten, wurden die Hunde wieder lebendig – und einer reichte sogar Pfötchen. Wer wollte, konnte sein Tier nach dem Gottesdienst segnen lassen, denn auch „sie gehören zur Schöpfung Gottes“, so Maltzahn. Das Angebot wurde von einigen auch genutzt, darunter Nina Hartung, die ihr Pony Oskar mitgebracht hatte. „Ich habe mein Tier sehr gerne, daher wollte ich es einmal segnen lassen“, sagt sie. Sie war das erste Mal beim Tiergottesdienst. „Ich wusste nicht, dass es ihn gibt. Das ist eine schöne Idee.“

Von der waren auch Silke und Frank Grewe angetan. „Eine sehr schöne Atmosphäre. Unsere Hunde waren allerdings aufgeregt“, meint Silke Grewe. Auch ihre beiden Hunde wurden gesegnet. „Das schadet den beiden nicht.“

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