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... und mit jedem Zug Neuankömmlinge

Sommerfest des Museums Friedland ... und mit jedem Zug Neuankömmlinge

Es sind nur ein paar Schritte vom Bahnhof, der heute ein Museum ist, zum Grenzdurchgangslager. Während das Museum am Sonntag ein Sommerfest zum Weltflüchtlingstag mit Bewohnern und interessierten Nachbarn feierte, kamen auch an diesem Tag neue Flüchtlinge und Aussiedler im Tor zur Freiheit an.

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Quelle: CH

Friedland. Beim ersten Mal ist alles noch improvisiert. "Aber wir wollten den Weltflüchtlingstag nutzen", sagt Birga Meyer, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Ein Sommerfest sollte Bewohner des Lagers und die Menschen der Region zusammen bringen. Zugleich standen die Türen des Museums offen. Mehr als 200 Besucher nutzten das und schauten sich die Ausstellung an, während wenige Schritte weiter im Lager gefeiert wurde.

Es mögen, über den Tag verteilt, 500 Besucher gewesen sein, rechnet Eva Völker, die Pressesprecherin, vor. Zusammen mit Bewohnern feierten sie zwischen Sozialgebäude und Nissenhütte. "Wie eine Hochzeit bei uns", kennzeichnete eine der Frauen aus dem Lager das Geschehen: Musikanten spielten Laute und Hirtenflöte, Gäste tanzten spontan, das Essen, zubereitet vom Café Botanik in Göttingen war schnell verzehrt. 

Einen Etat hat das Fest noch nicht. Die Stiftung, die Derartiges dereinst finanzieren soll, steht noch nicht. Es soll aber künftig jährlich ein Sommerfest, ausgerichtet vom Museumsteam, geben.

Unterdessen ging unbemerkt von den Feiernden der Betrieb weiter. Dem Cantus entstieg - wie täglich und fast jedem Zug - eine junge Familie mit zwei Kindern. Ihre schweren Koffer schleppten sie ins Lager. Dort meldeten sie sich an - in deutscher Sprache. "Oma sprach noch Deutsch", sagt die junge Frau, die mit Mann und Kindern am Sonnabendmorgen jenseits des Ural aufgebrochen ist in die neue Heimat. Spätaussiedler im Tor zur Freiheit vor ihrem neuen Leben.

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