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„Menschen genießen unseren Garten“

Sommerfest im „FriedlandGarten“ „Menschen genießen unseren Garten“

Das interkulturelle Gemeinschaftsprojekt „FriedlandGarten“ hat am Wochenende sein erstes großes Fest gefeiert. Das Projekt wurde vor vier Monaten auf einem Gartengelände am Ortsrand von Friedland gestartet und wendet sich an einheimische und geflüchtete Menschen. Der Zuspruch wächst stetig.

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Tanzmäuse aus Friedland beim Sommerfest.

Quelle: r

Friedland. Das interkulturelle Gemeinschaftsprojekt „FriedlandGarten“ hat am Wochenende sein erstes großes Fest gefeiert. Das Projekt wurde vor vier Monaten auf einem Gartengelände am Ortsrand von Friedland gestartet und wendet sich an einheimische und geflüchtete Menschen. Der Zuspruch wächst.

Seit April gärtnern die Friedländer gemeinsam mit Bewohnern des Grenzdurchgangslagers an zwei Tagen in der Woche. Und auch wenn für viele Flüchtlinge der Aufenthalt in Friedland zeitlich begrenzt sei, werde das Projekt dankbar angenommen, sagt Heidrun Mitze von der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen (LEB), die zusammen mit Dorothee Pohl das Projekt betreut und Veranstaltungen organisiert. „Gerade in dieser Phase voller Ungewissheit ist das gemeinsame Gärtnern heilsam und wohltuend.“

Ort der Ruhe und Begegnung

Die Erfahrungen der ersten Monate fasst Mitze so zusammen: „„Die Menschen genießen unseren Garten als einen Ort der Ruhe und Begegnung.“ Geflüchtete könnten in dieser geschützten Umgebung die deutsche Kultur kennenlernen. Zudem seien die Allermeisten froh über eine sinnvolle Beschäftigung. Durch die gemeinsame Arbeit im Garten sei es zudem leichter, Barrieren zu überwinden. Für eine gute Verständigung sei häufig keine gemeinsame Sprache nötig.

Doch neben den Kurzzeitbesuchern finden sich mittlerweile immer mehr regelmäßige Gäste aus Friedland und Umgebung ein. So beteiligen sich inzwischen zwei Kindergärten und eine Schule an dem Projekt. Ein Gewinn für alle Beteiligten. „Hier können sich die Kinder entfalten, schöne Naturerfahrungen machen und sehr viel lernen“, lobt Dorothee Pohl das Engagement der beteiligten Erzieher und Lehrer.

Theaterprojekt mit jungen Flüchtlingen

Wie groß der Zuspruch bereits geworden ist, zeigte sich für die Organisatoren beim Sommerfest am vergangenen Wochenende. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Freiwilliger der Friedensorganisation SCI, die ein zweiwöchiges Studycamp in Friedland verbrachte, hatte das Gartenteam das Fest mit Unterhaltungsprogramm und Spielen vorbereitet. Landfrauen aus Reiffenhausen und weitere Freiwillige aus der Gemeinde sorgten für Dekoration und Verpflegung.

Auf dem kulturellen Programm stand unter anderem eine Theaterperformance des Boat-People-Projects mit Studenten und jungen Erwachsenen aus dem Grenzdurchgangslager. Außerdem sorgten die Tanzzwerge aus Friedland mit ihrem Auftritt für Begeisterung. Initiiert durch den Chor Reiffenhausen entstand zudem eine spontane internationale Sangesrunde.

Viel Unterstützung

Pohl und Mitze zeigten sich begeistert, wie viel Hilfe der „FriedlandGarten“ mittlerweile von verschiedenen Seite bekommt. So schenkte der Verein Jugendraum Groß Lengden dem Friedländer Projekt einen selbstbemalten Bauwagen. Zum Sommerfest stellte zudem Tischler Dirk Schwabe neue Holzbänke zur Verfügung, die er zusammen mit SCI-Freiwilligen gebaut hatte. Das Friedländer Museum spendete einen am World Refugee Day gestalteten Kulturstuhl und stellte finanzielle Unterstützung in Aussicht.

Auch wenn nach dem Sommerfest die warme Jahreszeit bald beendet sein wird, besteht weiterhin die Chance, sich an dem Projekt „FriedlandGarten“ zu beteiligen. Bis Oktober gelten noch die Sommeröffnungszeiten mittwochs und freitags von 14 bis 18.30 Uhr. Ab November kann der Garten bei gutem Wetter dann von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr genutzt werden. Weitere Informationen gibt es unter friedlandgarten.de

Von Markus Scharf

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