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Tierschützer lassen Füchse frei

Brandanschlag auf Hundeclub Tierschützer lassen Füchse frei

Militante Tierschützer haben sich zu der Brandstiftung auf dem Gelände des Hundevereins bei Klein Scheen und der Freilassung von zwei dort gehaltenen Füchsen bekannt. Auch Vereinsmitglieder werden in dem Bekennerschreiben bedroht. Die Polizei ermittelt.

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Die abgebrannte Schliefenanlage in Klein Schneen.

Quelle: Sacher/Feuerwehr Friedland

Friedland. Unterschrieben ist der Brief mit „alf“: Dieses Kürzel steht in der Szene für „Animals Liberation Front“, eine dezentral agierende, international aktive Tierbefreiungsbewegung. Die Aktivisten wollten offenbar die sogenannte Schliefanlage des Deutschen Jagdterrier-Clubs (DJT) zerstören - einen künstlichen Fuchsbau, in dem zahme Füchse gehalten werden.

Stress oder Tod

Die Tiere dienen dazu, Hunde zur Jagd auszubilden: Die Füchse flüchten in den Bau, die Hunde werden zu Übungs- und Prüfungszwecken auf die Fährte der Füchse und damit in den Bau geschickt. Ein Schieber trennt Hund und Fuchs. Tierschützer kritisieren hingegen, dass die Füchse dabei massiven Stress erleiden oder von den Hunden getötet werden.

In der Nacht zum Sonnabend, heißt es in dem Bekennerschreiben, habe man „das Gefängnis des Fuchses“ niedergebrannt: „Wir fordern, den Betrieb der Schliefenanlage nicht wieder aufzunehmen - die Betreiber müssen sonst auch mit Aktionen in ihrem privaten Umfeld rechnen.“

Schon früher Protest

Derzeit untersucht die Polizei den Tatort an der Kreisstraße bei Klein Schneen mit kriminaltechnischen Mitteln, teilt Sprecher Joachim Lüther mit. Ob die Aktion tatsächlich auf die Animal Liberation Front zurückgehe, könne noch nicht abschließend gesagt werden. Lüther: „Ein tierschutzrechtlicher Hintergrund wird jedoch als gegeben betrachtet.“ Zu den angedrohten „persönlichen Konsequenzen“ gebe es derzeit „aus polizeitaktischen Gründen“ keine weiteren Informationen.

Bereits im Frühjahr 2013 machten Tierschützer gegen die Schliefanlage bei Klein Schneen mobil: Der Tierschutzverein Friedland forderte die Schließung der Anlage des Deutschen Jagdterrier-Clubs (DJT).

Das Veterinäramt des Landkreises Göttingen hat die seit 1971 bestehende Anlage zugelassen und überprüft sie regelmäßig. Beanstandungen gab es bislang nicht. In ganz Niedersachsen gibt es nur noch zwei Schliefanlagen.

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