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"Unhaltbare“ Zustände in Linie 130

Groß Schneen "Unhaltbare“ Zustände in Linie 130

Überfüllte und verspätete Busse, aggressive Fahrer, weinende Kinder, pöbelnde Jugendliche: In den Bussen zur Oberschule in Groß Schneen rumort es seit Wochen mächtig.

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Eltern beklagen die volkommen überfüllten Busse.

Quelle: CH

Groß Schneen. Eltern und der Schulleiter beschweren sich immer wieder, jetzt hat auch der Landkreis ein klärendes Gespräch mit der RBB-Busgesellschaft gesucht.
Die Szenarien in den vielen Briefen besorgter und erboster Eltern an die Schule und an den Landkreis Göttingen klingen dramatisch.

Immer wieder ist von „vollkommen überfüllten“ Bussen die Rede, in denen stehende Schüler nicht einmal mehr an Haltegriffe gelangen könnten.Immer wieder beklagen sich die Eltern, dass Busfahrer Kinder und Jugendliche beschimpfen und schubsend in den Bus drängen würden. Mehrfach berichten Eltern und Schüler, dass der Bus nicht an Haltestellen gestoppt, der Fahrer anschließend aber Kinder auf offener Straße heraus gelassen habe.

Besonders problematisch sei die Lage für Hortkinder, die mittags in Dramfeld zusteigen wollen. Morgens gibt es zwar einen Zusatzbus, der fährt aber eine halbe Stunde früher und wird von den Schülern gemieden.
„Ich möchte für meine Kinder einen sicheren Heimweg“, fordert Jens Heape, Leiter der Carl-Friedrich-Gauß-Schule in Groß Schneen in einem Brief an den Landkreis.

Zugleich bestätigt er dem Tageblatt gegenüber die massiven Probleme. „Das ist vor allem eine Frage der Kapazität“, sagt er und fordert größere oder zusätzliche Busse. Betroffen ist die Linie 130, teilweise auch Linie 141 über Bremke.
Inzwischen sei der Landkreis Göttingen aktiv geworden, versichert Schuldezernent Marcel Riethig (SPD). Als Träger der Schülerbeförderung erwarte der Kreis von der beauftragten Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB), „dass bestellte Verkehrsleistungen mit entsprechender Qualität geliefert werden“.

In der Pressestelle der RBB hieß es zunächst: „Wir beobachten die Situation und werden Gespräche mit dem Landkreis suchen. Überfüllte Busse sind uns nicht bekannt.“ Ein Gespräch hat es jetzt gegeben - „ein sehr konstruktives“, sagen Riethig und die RBB-Sprecherin. Dabei seien Lösungsvorschläge diskutiert worden, die gemeinsam geprüft und - wenn möglich umgesetzt - würden.

Zum einen solle es Gespräche mit den Busfahrern geben. Zum anderen werde geprüft, ob Größe und Fahrhäufigkeit der Busse tatsächlich nicht ausreicht und wie bei Bedarf die Kapazität erweitert werden könne. An der Schul-Haltestelle sollen die Bustüren früher geöffnet werden. 

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