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Wasserpreis steigt in Rosdorf und Friedland

Verband Leine-Süd legt Kalkulation vor Wasserpreis steigt in Rosdorf und Friedland

Der Wasserverband Leine-Süd hat neue Preise kalkuliert, der Verbandsausschuss hat sie in dieser Woche beschlossen. In Rosdorf wurden sie im Verwaltungs-, in Friedland im Finanzausschuss vorgestellt.

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In den Gemeinden Rosdorf und Friedland steigen Wasser- und Schmutzwasserpreise kräftig.

Quelle: DPA

Friedland/Rosdorf/Neu-Eichenberg. In beiden Gemeinden steigen Wasser- und Schmutzwasserpreise kräftig. In der neuen Mitgliedsgemeinde Neu-Eichenberg wird hingegen beides deutlich billiger.

Insgesamt rechnet der Verband laut Geschäftsführer Thomas Gotthard für 2016 bei einem Umsatz von 5,124 Millionen Euro mit einem Minus von 346 000 Euro. Gut zwei Drittel des Verlustes stammen aus der Wasserversorgung, ein Drittel aus Schmutzwasser. Beim Regenwasser gibt es ein minimales Plus.

Auch wenn es das Ziel des gemeinsamen Verbandes ist, die Gebühren am Ende solidarisch aufzuteilen und zu einheitlichen Sätzen zu kommen, verbietet sich das wegen des sehr unterschiedlichen Niveaus der Netze in den drei Gemeinden noch. Deshalb wird es vorerst weiter je Gemeinde eigene Gebühren geben. Leine-Süd habe aber in den letzten Jahren enorm investiert, meint Verbandsvorsteher Andreas Friedrichs. Für 2016 sind 3,492 Millionen Euro veranschlagt.

Für die Gebührensätze bedeutet die Kalkulation dies: Beim Frischwasser macht die Gemeinde Rosdorf mit 169 999 Euro am meisten Verlust (Friedland 154 000). Neu-Eichenberg hat hingegen 56 000 Euro Überschuss. Der künftige Wasserpreis je Kubikmeter steigt in Rosdorf von 1,72 auf 2,04 Euro, in Friedland von 1,66 ebenfalls auf 2,04 Euro. In Neu-Eichenberg werden bisher 2,50 Euro je Kubikmeter gezahlt. Das wird künftig viel billiger: 1,68 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt bedeutet das im Jahr eine Mehrausgabe von 22,90 Euro in Rosdorf und 30 Euro in Friedland. Der Eichenberger Haushalt hingegen spart dank Beitritt zum Verband jährlich fast 100 Euro allein beim Trinkwasser.

Ganz ähnlich sieht es bei den Schmutzwasser-Gebühren aus: Rosdorf und Frieland zahlen mehr, die Nordhessen sparen, kommen allerdings von einem unvergleichlich höheren Niveau. Bisher zahlte man dort für den Kubikmeter beinahe doppelt so viel wie in Rosdorf. Dort steigt die Schmutzwassergebühr von 2,12 auf 2,28 Euro je Kubikmeter, das sind 19,20 Euro mehr im Jahr für den Musterhaushalt. In Friedland sind es 12 Euro mehr. Der Preis steigt von 2,37 auf 2,47 Euro. Der Neu-Eichenberger Haushalt wird um 44,40 Euro jährlich entlastet, muss je Kubikmeter nicht mehr 4 Euro, sondern nur noch 3,63 Euro zahlen.

Nur in der Regenwasser-Entsorgung zahlen die Nordhessen künftig drauf, je Haushalt 44,40 Euro. Der Preis wird auf 0,37 Euro je Quadratmeter befestigter Fläche festgelegt. Bisher zahlte man dort, weil es keine getrennte Kalkulation gab, gar nichts für Regenwasserentsorgung. Friedländer und Rosdorfer Haushalte zahlen für Regenwasser künftig nur noch einheitlich 0,39 statt 0,36 Euro je Quadratmeter. Ein Haushalt mit 120 Quadratmetern zu entwässernder Fläche spart im Jahr knapp fünf Euro.

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