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Wende zum Christentum im Wendebach-See

13 neue Mitglieder der Baptistengemeinde Wende zum Christentum im Wendebach-See

Mit strahlendem Lächeln taucht Monika aus dem Wasser des Wendebach-Stausees wieder auf. Jetzt ist sie Christin, in diesem Moment getauft und zugehörig der Baptistengemeinde Göttingen. Mit Monika und ihrem Sohn aus Ghana wurden am Sonntag 13 Menschen aus sechs Nationen aufgenommen in die Gemeinschaft des Glaubens.

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So viele Täuflinge, sagt Pastor Dieter Kreibaum noch in tropfenden Kleidern, waren es selten bei der jährlichen Tauffeier für Erwachsene.

Quelle: CH

Niedernjesa. So viele Täuflinge, sagt Pastor Dieter Kreibaum noch in tropfenden Kleidern, waren es selten bei der jährlichen Tauffeier für Erwachsene. Auch die Flüchtlingssituation spiele eine Rolle, aber nicht nur. Unter den 13 Täuflingen auch Deutsche wie Florian. Sein Taufspruch: "Ich schäme mich nicht für die rettende Botschaft." Florian lernte durch seine Ex-Frau die freikirchliche Gemeinde kennen. Doch "wegen meines Lebenswandels", so gesteht er, habe seine Frau ihn verlassen. Er hat sich besonnen, ist jetzt Christ geworden und hat sich taufen lassen.

Oder Abedin, ein Flüchtling aus dem Iran: Der Perser hat während seiner Flucht nach Europa in größter Not die Hilfe christlicher Kirchen genossen. In Göttingen dann lernte er den persischen Bibelkreis kennen, Menschen, die ihn aufnahmen und halfen, die seine Fragen beantworteten. Jetzt ließ der junge Perser sich taufen, "um meinen Glauben erkennbar zu machen". An seiner Seite seine Frau, auch sie wird von Kreibaum in die Fluten des Wendebachsees getaucht, so "wie Jesus Christus selbst uns den Auftrag gegeben hat, die Menschen zu taufen", sagt Kreibaum.

Es ist eine schöne, idyllische, eine ergreifende Feier, ein Lobgottesdienst. 150 Christen sitzen im Gras am Hang des Sees, schauen hinüber zum Wasser, in dem das Sakrament gespendet wird, singen gemeinsam und beten. Kinder wuseln und spielen, Hunde werden während der Gesänge gekrault. Drüben zieht eine Entenfamilie vorbei. Zufällig vorbeikommende Radler staunen.

"Es ist auch ein Beitrag zum Frieden in unserer Gesellschaft", sagt ein Gemeindemitlied und meint, dass die ohnehin sehr internationale Christengemeinde nun weitere Menschen mit Wurzeln in Afrika und Asien zu sich zählen darf. Aus Ghana und Gabun, Iran und Afghanistan sowie aus Korea und Deutschland kommen die Täuflinge. Vielsprachig sind die Taufsprüche, die ein Jura-Student aus dem Iran, der als Flüchtling in Göttingen binnen kürzester Zeit Deutsch gelernt hat, für die Gemeinde übersetzt. Und die, vielsprachig und von vielerlei Herkunft, aber im Glauben vereint, nickt zu den Bibelzitaten ihrer Vorbeterin: "Ihr alle seid Söhne und Töchter Gottes, kein Unterschied zwischen Juden und Griechen, Sklaven und  Freien, Mann und Frau". Und sie ergänzt: "Kein Unterschied zwischen Ghanern, Persern, Koreanern und Deutschen."

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