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Willkommen in Ballenhausen

Arbeitskreis bereitet sich auf Betreuung von bis zu 80 Asylbewerbern im Sporthaus vor Willkommen in Ballenhausen

Noch ist es nicht so weit. Die lange versprochenen Sanitärcontainer fehlen. Bis zum Wochenende sollen sie eintreffen. Dann wird das Grenzdurchgangslager Friedland das Sporthaus Ballenhausen nach und nach mit bis zu 80 Asylbewerbern belegen.

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Quelle: Theodoro da Silva

Ballenhausen. Ein Arbeitskreis des Sportvereins bereitet sich schon auf deren Betreuung vor. In der Ortsratssitzung am Dienstag hat Heinrich Hörnschemeyer, Leiter des Grenzdurchgangslagers, die Pläne vorgestellt. Für vorerst ein halbes Jahr hat das Land Niedersachsen das Gebäude am Sportplatz vom Sportverein Ballenhausen gemietet. 80 Betten wurden aufgestellt. Die Sanitäranlagen werden für so viele Menschen durch Container ergänzt. Die Bewohner werden dreimal täglich von Friedland aus mit Essen versorgt. Um die Betreuung kümmern sich tagsüber Freiwillige des Sportvereins und eines eigens gegründeten Arbeitskreises Ballenhausen. Zwei Lehrerinnen haben sich bereits gemeldet, die Deutschunterricht organisieren wollen. Dazu sollen die Gemeinschaftsbereiche oder auch das Feuerwehrhaus mitgenutzt werden. Nachts stellt das GDL einen Wachdienst. Im Dorf bleibt für die Zeit der Vermietung die Beleuchtung nachts durchgehend brennen.

Die Menschen, die untergebracht werden, so Hörnschemeyer, seien „ein Spiegelbild des Lagers“. Also sind es Syrer, Iraker, Afghanen - fast alle arabischsprachig. Es solle darauf geachtet werden, dass auch immer Menschen mit Sprachkenntnissen dabei sind, die dolmetschen können. Alle Ballenhäuser Bewohner haben ihre Formalien, die Erstaufnahme und die medizinische Untersuchung, bereits in Friedland hinter sich. Sie werden voraussichtlich für vier bis sechs Wochen in der Sammelunterkunft leben und dann weitergeschickt an die Zielkommunen. Die Bewohner haben einen Heimausweis aus Friedland, mit dem sie öffentliche Verkehrsmittel kostenfrei nutzen dürfen, um sich innerhalb des Landkreises Göttingen zu bewegen.

Ob das Haus für 80 Leute nicht viel zu eng sei, wollten Zuhörer wissen. „Wir können uns Großzügigkeit kaum leisten“, sagt Hörnschemeyer. Obwohl sich die Lage in Friedland selbst, wo nicht mehr 3500, sondern nur noch knapp 2000 Menschen leben, entspannt habe. Raum für Begegnung werde es im Sporthaus aber geben. Kontakt mit den Bewohnern aufzunehmen, sei ausdrücklich erwünscht. Schon jetzt haben die künftigen Helfer mehrere Kisten Bekleidung zum Verschenken eingesammelt. Kleidung für kleine Männer werde noch gesucht.

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