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Workshop mit Gunter Hampel für Asylsuchende

„Den Rhythmus zünden“ Workshop mit Gunter Hampel für Asylsuchende

Knapp 80 Flüchtlinge und einige Spätaussiedler, haben sich am Sonnabend in die Welt des Jazz und der Improvisation einführen lassen. Die Gunter Hampel Music & Dance Improvisation Company hatte einen musikalischen Workshop in der Mehrzweckhalle Friedland vorbereitet.

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Quelle: Heller

Friedland. Dort hatten Hampel und Kollegen ein Schlagzeug und ein Vibraphon aufgebaut. Hampel griff außerdem zu Bassklarinette und Querflöte, seine Tochter Cavana Lee sang. Organisiert hatte den Workshop die Caritas-Stelle Friedland zusammen mit der Göttinger Terre-des- Hommes-Hochschulgruppe. Im Blick hatten sie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene etwa im Alter von zwölf bis 27 Jahren.

Hampels Werbetrommel im Lager Friedland blieb nicht ungehört: Um die 80 junge Leute, fast ausschließlich männlich, kamen. Die meisten sahen sich das Geschehen in der Halle nicht nur an, sondern machten nach einer kurzen Anlaufphase mit. Caritas-Sozialpädagoge Martin Weimann, selbst gut mit Hampel bekannt, erläutert das Konzept: „Im Stehen die sinnliche und körperliche Erfahrung von Raum, Zeitlichkeit und Klang, die zentrale Momente musikalischen Erfahrens ausmachen.“ Die Methode dazu: Die Musiker leiten vorsichtig musikalisch ein, „um dann gemeinsam einen Rhythmus zu zünden“.

Das gelang schnell. Mit mitreißenden, aber manchmal durchaus komplexen Rhythmen fanden die Teilnehmer zu einem flüssigen gemeinsamen Tanz. Dies immer wieder ausgestaltet und überlagert mit Hampel an Bassklarinette und Querflöte, während das Schlagzeug das gröbere, das Vibraphon das feinere und dazu noch melodiöse Fundament lieferten. Am Sonntag wurde der Workshop fortgesetzt.

Der Göttinger Jazzmusiker Gunter Hampel ist seit Jahrzehnten nicht nur wegen seines musikalischen Könnens, sondern  auch wegen seiner pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bekannt. Hampel hat in der Vergangenheit weltweit eine Vielzahl musikalischer Workshops für unterschiedliche Interessengruppen angeboten. Im Jahr 2009 erhielt er dafür das Bundesverdienstkreuz.

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