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Sand, Sport und Après-Ski

14. Bivo-Batu in Gieboldehausen Sand, Sport und Après-Ski

Am Ende hat sich „Hier könnte Ihre Werbung stehen“ im Finale gegen „Name folgt“ durchgesetzt: Auf dem Gieboldehäuser Erlenhof hechteten und pritschten am Sonnabend wieder 30 Mannschaften beim 14. „Bivo-Batu“, dem etwas anderen Beachvolleyball-Turnier.

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Gieboldehausen. „Ungefähr 80 Prozent der Mannschaften, die hier mal mitgemacht haben, kommen auch wieder“, sagte Sascha Urlau vom ausrichtenden Lokomotive Eichsfeld (Lok). Mit der Zeit hätten sich immer mehr Favoriten herausgebildet, aber weder dem Verein, noch den Mitspielenden gehe es alleine ums Gewinnen. Etabliertes Fun-Turnier

„Strandfeeling und einfach gute Laune, das ist letztlich unser Ziel“, so Mario Sommer, langjähriger Vorsitzender der Lok. Auf mehreren Beachvolleyballfeldern, auf denen während des übrigen Jahres Pferde trainieren, spielten 30 Mannschaften, angefeuert von ihren Fans und Freunden. Seit Jahren hat sich das Turnier etabliert, nur wenige Vereinsmannschaften, dafür aber viele Freundesgruppen aus dem ganzen Eichsfeld und Südharz kämpften, teils in bunten Kostümen, um den Titel. Denn neben dem halbernsten Volleyballturnier nach Hallenregeln stimmten die Lok-Vereinsmitglieder auch über das Team mit der besten Kostümierung ab.

„Wir sind jetzt das zwölfte Mal dabei“, erläuterte Damian Müller von den „Dreckstreetboys“ und schob rasch stolz hinterher: „Und acht Mal haben wir den Pokal für die beste Kostümierung bekommen.“ Dieses Jahr gingen die „Dreckstreetboys“ indes leer aus. Gewannen im vergangenen Jahr bei sengender Hitze noch rosa Plüsch-Hasen, ging dieser Preis am Sonnabend an das Team „Après-Ski-Boys“, die zwar in Sportoutfits spielten, dafür aber ansonsten in alpiner Ski-Montur – samt Abfahrtsstiefeln – auf dem Gelände unterwegs waren. „Und wenn die spielten“, sagte Urlau mit einem Augenzwinkern, „haben wir auch entsprechende Après-Ski-Musik aufgelegt.“

„Bematschte“ Spieler

Der Sand, auf dem die Beachvolleyballer spielten, war durch den Regen in den vergangenen Tagen hart, kaum ein Spieler blieb „unbematscht“. Auch die Spieler der „Schlechtschmetterfront“ konnten daraus keinen Vorteil ziehen. Aber, so Thomas Polle: „Das war für alle gleich und wir hatten ohnehin schon mal schlechteres Wetter.“ Und im ungünstigsten Fall hätten die Spieler zumindest das Finale auch in der Reithalle austragen können. „Sechs bis sieben Spiele macht jede Mannschaft im Turnier“, so der Lehrer aus Helmstedt, „aber beim Finale wird’s dann richtig ernst.“

Sammeln für das Kinderhospiz

Auch für den guten Zweck sammelt das Bivo-Batu immer wieder Geld. „Kulturpreis“ nenne sich das, erklärte Sommer: Den gewinne die Mannschaft mit dem höchsten Umsatz an der Theke. „Das bedeutet aber nicht nur Bier und Schnaps“, sagte Sommer. Gehe natürlich schneller – oder wenn viele aus der Mannschaft und mitgebrachten Fanbase mehr als nur ihren Durst stillten. Diesen Pokal konnten aber weder die „Ackergiganten“ noch die zwei Mannschaften „Einfach Dauerstramm“ mit nach Hause nehmen: Mit 600 Euro Umsatz ging der Kulturpreis an die Spieler „Bullseye“. Genau dieser Betrag komme nun auch dem Kinderhospiz zugute, versprach Polle. gm

Thomas Polle, Vereinsvorsitzender des Lokomotive Eichsfeld (Lok), erklärt, wie das Kind zu seinem Namen kam. Seit 14 Jahren richtet die Lok auf dem Gieboldehäuser Erlenhof das Bivo-Batu aus, ein Wort, dass sich aus den Anfängen von Beachvolleyballturnier zusammensetzt. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins „der sich dem Sport verschrieben hat“, so Polle, kamen zumeist vom Fußball. Außer dem Bivo-Batu veranstalten sie über das Jahr verteilt auch Poker-, Dart-, und Kickerturniere. Bei all dem stehe eher die Geselligkeit als das Gewinnen im Vordergrund, so Polle. Weitere Informationen gibt auf der Facebook-Seite des Vereins: facebook.com/Lok.Eichsfeld

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