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160 Fahrzeuge von 1928 bis heute

Mustang- und US-Car-Treffen in Gieboldehausen 160 Fahrzeuge von 1928 bis heute

Ein El Dorado für Liebhaber der amerikanischen Automobilkultur bot sich den Besuchern des dritten Mustang- und US-Car-Treffens in Gieboldehausen. „An beiden Tagen zusammen hatten wir 160 verschiedene Autos hier“, erzählt Organisator Wolfgang von Berg. Viele davon hätten an beiden Tagen teilgenommen.

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Quelle: Franke

Gieboldehausen. Ford Mustangs aller Baureihen bildeten den Schwerpunkt der ausgestellten Fahrzeuge, denn die ersten beiden Auflagen waren reine Mustang-Treffen. Aber es gab dieses Mal deutlich mehr zu sehen: alte Chrysler und Pontiacs, moderne Corvettes und Hummer – die Bandbreite war groß.

Mitorganisator Stefan Künemund hatte kurzfristig noch einen amerikanischen Polizeiwagen gekauft. „Als Ersatz für eine Hüpfburg“, sagte er. „Die Kinder dürfen sich reinsetzen und auch die Lichter anmachen.“ Die Teilnehmer am Treffen kamen nur zum Teil aus dem Bereich Eichsfeld und Göttingen.

Die Nummernschilder zeigten Fahrzeuge aus Osterode, Northeim, Eschwege und noch weiter weg. Roger Lochmatter war sogar aus der Schweiz angereist.

Baujahr 1928

Das älteste Fahrzeug auf dem Gelände am Totenhäuser Weg hatte Bernd Schlößer aus Pöhlde mitgebracht, einen Studebaker Erskine Six Club Sedan aus dem Jahr 1928. „Ich bin durch Zufall an dieses Auto gekommen“, erzählt er.

Er habe ihn von einem Herrn aus Walkenried übernommen, welcher ihn in Dänemark erworben hatte. „Das Auto war in einem desolaten Zustand“, erzählt Schlößer. Von 2007 bis 2013 habe er ihn komplett restauriert. Der Sechszylinder-Reihenmotor mit 2600 Kubizentimetern Hubraum und 40 PS habe festgesessen.

Mustang-Treffen in Gieboldehausen

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Den habe er bei einer Fachfirma in Celle in Gang bringen lassen. Die Lackierung habe er in Pöhlde machen lassen. Und für die feinen Linien habe er einen Spezialisten beauftragt. Wenn er mit dem Auto fahre, würde er ihn auf etwa 80 Stundenkilometer beschleunigen. Darüber wäre es ihm zu abenteuerlich, denn das Auto habe nur vier Trommelbremsen.

„Das ich den Studebaker mitbringe, habe ich erst kurzfristig entschieden“, sagt er. Eigentlich habe er nur mit seinem Mustang anreisen wollen. „Das ist ein Original T5 aus Spanien, den ich restauriert habe“, zeigt er auf das Fahrzeug, das direkt neben seinem Oldtimer steht. Zu Hause stehe noch ein restaurierter Karmann Ghia, den seine Frau meistens fahre. Mittlerweile habe er sich aber umorientiert und restauriere Schlepper.

Erlös zugunsten des Elternhauses

Ein mit Fahrzeugen gefüllter Platz und viele Besucher sorgten auch bei Organisator von Berg für eine zufriedene Miene. „Wie bei den ersten beiden Treffen ist auch in diesem Jahr der Erlös für das Elternhaus für das krebskranke Kind bestimmt“, betonte er.

Das Elternhaus war ebenfalls mit einem Stand vertreten. „Für uns sind solche Events natürlich toll“, erklärte Vorstandsmitglied Heike Büchner, „da wir auf Spenden angewiesen sind.“ Es habe zahlreiche Besucher gegeben, die sich über die Arbeit des Elternhauses informiert hätten. „Zwei wollten sogar gleich Mitglieder werden“, erzählt Büchner. Und weitere hätten auch etwas in die Spendenbox gesteckt.

 

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Kurzbesuch aus der Schweiz

Die weiteste Anreise aller Teilnehmer hatte zweifelsohne Roger Lochmatter aus dem Schweizer Kanton Wallis. Seine in Bovenden wohnende Tante sei durch den Tageblatt-Artikel auf das Mustangtreffen in Gieboldehausen aufmerksam geworden. „Da ich gerade Ferien habe, fragte sie, ob ich sie nicht besuchen wollte“, erzählt der junge Mann.

Und so habe er sich spontan mit seinem Shelby GT 500 auf den Weg gemacht. Ein Kurzbesuch mit Ankunft am Donnerstag und Rückfahrt am Sonntag. „Schon als kleiner Junge gab es für mich kein anderes Auto als den Mustang“, erzählt er von seinem Traum, den er sich jetzt erfüllt habe.

Er hätte gern ein historisches Modell gehabt, aber das hätte sein Budget gesprengt. Deshalb fahre er jetzt ein Modell mit 507 PS aus dem Jahr 2007. „Ich bin total glücklich damit.“

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