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19 Pflegetiere in Rüdershausen ausgewildert

Bilanz der Greif- und Eulenstation 19 Pflegetiere in Rüdershausen ausgewildert

Im kommenden Jahr feiert die Nabu-Greif- und Eulenstation in Rüdershausen 40-jähriges Bestehen. „Am 4. Oktober 1977 wurde die Station eröffnet“, erinnert sich Leiter Friedrich-Karl Schöttelndreier. Der Vertrag läuft bis 2017. Wie es danach weitergeht, ist allerdings noch ungewiss.

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Friedrich-Karl Schöttelndreier mit Wüstenbussard Nemo.

Quelle: Richter

Rüdershausen. Schöttelndreier wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Um die Station weiterzuführen, bräuchte er mehr Unterstützung. „Deshalb möchte ich mich bei denen bedanken, die mich in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt haben“, sagt er. Seine Eulenzucht will er aber auf jeden Fall behalten. Aktuell zieht er Bilanz für das Jahr 2015. „29 Greifvögel und Eulen wurden eingeliefert“, sagt der Leiter der Station. Hinzu kamen sechs weitere Vogelarten zur kurzzeitigen sowie vier Turmfalken in Dauerpflege. „Die Anzahl der Tiere ist im vergangenen Jahr annähernd gleich geblieben“, so Schöttelndreier. Spitzenreiter bei den Pflegevögeln sei diesmal aber nicht der Mäusebussard sondern der Turmfalke gewesen. „Von den insgesamt 39 Tieren konnten 19 erfolgreich wieder ausgewildert werden“, erklärt der Rüdershäuser, von dessen Grundstück 2015 zwei Vögel verschwanden. Am 25. August stahlen Unbekannte einen Wüstenbussard. Für die Ablieferung des Tieres steht eine Belohnung von 250 Euro. Auch der im September 2014 verschwundene Hybrid-Bussard „Jessey“ ist immer noch nicht wieder aufgetaucht. „Hierfür ist eine Belohnung in Höhe von 350 Euro ausgelobt“, sagt Schöttelndreier.

Das Pilotprojekt „Rettet den Steinkauz“ erlebte, bedingt durch den Klimawandel, einen Rückschlag. „Nur fünf Käuze sind geschlüpft“, berichtet Schötteldreier. Durch Rücksprache mit anderen Züchtern habe er erfahren, dass es dort ebenso niederschmetternd aussehe. „Das ist in Rüdershausen erst zum zweiten Mal vorgekommen, ebenfalls wenn die Natur ‚verrückt‘ spielte“, so der Züchter, der durch einen „Ringtausch“ andere Steinkäuze beschafft hat und zwei Paare neu zusammengestellt hat. „Jetzt müssen wir das Brutjahr 2016 abwarten.“ Seit 1984 wurden in Rüdershausen bereits 196 Steinkäuze erfolgreich nachgezüchtet. „Da viele Steinkäuze dem Projekt zur Verfügung gestellt wurden, konnten wir deshalb 241 Käuze auswildern“, so Schöttelndreier. Hinzu kommen 41 weitere Käuze, die anderen Projekten zur Blutauffrischung überlassen wurden. „Aus Rüdershausen kamen also insgesamt 282 Steinkäuze“, sagt er abschließend.

Informationen zur Station erteilt Friedrich-Karl Schöttelndreier unter Telefon 0 55 29 / 15 52 oder per Mail unter ­FKSch@t-online.de

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