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Pater wirbt für ein offenes Herz gegenüber Flüchtlingen

2500 Gläubige bei Großer Höherbergwallfahrt Pater wirbt für ein offenes Herz gegenüber Flüchtlingen

„Es gibt keine Wirtschaftsflüchtlinge“, meint Franziskanerpater Heribert Arens. Für ein offenes Herz gegenüber Asylsuchenden warb der Leiter des Wallfahrtsorts Vierzehnheiligen bei der Großen Höherbergwallfahrt. 2500 Menschen hatten sich auf der Anhöhe bei Wollbrandshausen versammelt.

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Ministranten singen zur Höherbergwallfahrt.

Quelle: Niklas Richter

Höherberg. 900 Autos parkten auf den abgeernteten Feldern und gemähten Wiesen rund um die Kapelle. Bereits am Morgen waren aus den umliegenden Dörfern Fußgruppen singend und betend den Berg hinauf gezogen. Junge Familien kamen bei herrlichem Sommerwetter mit dem Fahrrad. „Vielleicht richten wir einmal einen Flughafen ein, um den Andrang zu bewältigen“, erklärte Ortspfarrer Matthias Kaminski.

Über die vielen Pilger zeigte sich der Franziskanerpater erfreut. Fast zehn Jahre lang hat er im Obereichsfeld den Wallfahrtsort Hülfensberg geleitet. Auf dem Höherberg war er das erste Mal. Den Kontakt zu den Eichsfeldern habe er auch an seiner neuen Wirkungsstätte in Franken nicht verloren, betonte er. Während des Sommers zupften ihn dort regelmäßig Menschen am Ärmel, um ihm Grüße aus dem Eichsfeld auszurichten.

Aus dem Untereichsfeld waren Ende Juni zahlreiche Pilger zu ihrer traditionellen Vierzehnheiligen-Wallfahrt aufgebrochen. Zwei große Kerzen, die sie von dort mitgebracht hatten, brannten auf dem Altar. „Unsere Kapelle ist vor 160 Jahren den 14 heiligen Nothelfern geweiht worden“, sagte Kaminski. Von den Heiligen, die Katholiken in Notlagen anrufen, solle sich niemand „übernatürlichen Eingriffe“ erwarten, mahnte Pater Heribert. Die Nothelfer seien vielmehr „Gottes geöffnete Herzen und Ohren“, denen Menschen ihre Sorgen anvertrauen könnten. Ihnen sollten Katholiken nacheifern, das Leid anderer wahrnehmen und als „verlängerte Arme des Heils“ wirken.

Nach dem Gottesdienst gab es Erbseneintopf. Bis zum Nachmittag saßen die Menschen beieinander. mic

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