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Stressfrei zur Schule unterwegs

Bus-Scouts in Gieboldehausen Stressfrei zur Schule unterwegs

14 Achtklässler der Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen absolvieren die Ausbildung zu Bus-Scouts und haben am Freitag am ersten von drei praktischen Bustrainings teilgenommen. Mit Zivilcourage wollen sie die Fahrt im Schulbus stressfreier gestalten und zum besseren Miteinander an Haltestellen beitragen.

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Rollenspiel im Bus: Cheyenne Steinmetz und Samantha Kubitz wollen Nils Magerkurth vom Bemalen der Scheibe abbringen.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. In Rollenspielen befassten sie sich mit Situationen, die in beiden Bereichen auftreten und zu Konflikten führen können. Abwechselnd schlüpften sie in die Rolle von Opfern, Helfern, Beobachtern oder Auslösern von Konflikten. Mal drängelte sich eine Schülerin an der Haltestelle vor, mal warfen Fahrgäste große Papierkugeln durch den Bus, mal bemalte ein Schüler die Scheiben neben seinem Sitzplatz und ein anderes Mal beleidigten junge Fahrgäste eine Schülerin, deren Bekleidung einen unangenehmen Geruch verströmte. Dierk Falkenhagen vom Polizeikommissariat Duderstadt und Busfahrer Axel Kaldeich, die beide eine spezielle Ausbildung zu Bus-Scout-Trainern durchlaufen haben, hörten sich die Urteile der Beobachter an, kommentierten die Rollenspiele und gaben den Schülern nützliche Tipps.

Die Teilnehmer der Ausbildung, die in einer Kooperation von Schule, Regionalbus Braunschweig (RBB) und Polizei erfolgt, haben bereits ein Intensivtraining absolviert, indem unter anderem rechtliche Aspekte und Selbstbehauptung zu den Themen gehörten. „Wichtig ist, sich nicht selber in Gefahr zu bringen und sich nicht provozieren zu lassen“, so Falkenhagen. Die Scouts sollten eine Vorbildfunktion übernehmen.

Die Erfahrungen mit dem vor neun Jahren in der Region begonnenen Bus-Scout-Projekt seien durchweg positiv. So sei die Zahl der Sachbeschädigungen und anderer Vorfälle deutlich zurückgegangen, im kommenden Jahr werde dann der tausendste Bus-Scout ausgebildet. „Ich möchte anderen helfen“, beschrieb Cheyenne Steinmetz, warum sie an der Ausbildung teilnimmt, an deren Ende eine mündliche und praktische Abschlussprüfung steht. „Außerdem will ich, dass andere einen sauberen Bus vorfinden“, ergänzte die 15-Jährige aus Rhumspringe. Die gleichaltrige Samantha Kubitz aus Bilshausen möchte als Bus-Scout dazu beitragen „dass es nicht mehr so viele Auseinandersetzungen gibt“.

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