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Beim Schlittenfahren funkt es

Gnadenhochzeit Beim Schlittenfahren funkt es

Ein solches Fest ist nur sehr wenigen Ehepaaren vergönnt: Anni und Karl Rehberg begehen am Donnerstag, 21. April, in Bilshausen ihre Gnadenhochzeit, am Sonnabend wollen sie das Ereignis im örtlichen Landgasthof Zur Linde gebührend feiern.

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Anni und Karl Rehberg feiern ihren 70. Hochzeitstag mit Kindern, Enkeln und Urenkeln.

Quelle: Pförtner

Bilshausen. Vor 70 Jahren heirateten die beiden gebürtigen Bilshäuser. Kennengelernt haben sie sich beim Schlittenfahren in ihrem Heimatort. „Dann ist es mit der Zeit mehr geworden“, sagt Anni Rehberg rückblickend. Die 92-Jährige arbeitete nach dem Besuch der Grundschule von 1937 bis 1947 in der örtlichen Zigarrenfabrik, während des Krieges wurde sie für ein Jahr zum Arbeitsdienst eingezogen.

Ein Jahr nach der Hochzeit kam das erste Kind des Paares zur Welt, 1949 das zweite. Neben den Kindern konzentrierte sich die Eichsfelderin nun auf Haushalt und auch die Landwirtschaft. Ihr Mann, der ebenfalls die Bilshäuser Grundschule besuchte, war ab 1936 als Knecht auf einem Bauernhof tätig, absolvierte eine Schlosserausbildung in Hannover und arbeitete als Maschinist beim Unternehmen Jacobi in Bilshausen und als Kraftfahrer bei Firma Gropengießer in Wulften. 1939 wurde er zum Militär eingezogen, nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft arbeitete er bei Jacobi weitere 40 Jahre als Maschinist.

In seiner Freizeit widmete sich der 94-Jährige gerne dem Radballspielen im örtlichen Radfahrerverein Möwe und dem Gesang im Männergesangverein Cäcilia, in dem er Ehrenmitglied ist. „Die Geselligkeit ist am schönsten“, so der Eichsfelder, der seit Beginn des Ruhestandes bis zum 88. Lebensjahr jeden Tag um 13 Uhr mit Bekannten zu einer zweieinhalbstündigen Wanderung in und um Bilshausen gestartet ist.

Gerne denkt das Paar, das neben den beiden Kindern zwei Enkel und zwei Urenkel hat, an die Fahrten in einer Gemeinschaft mit Freunden nach Vierzehnheiligen zurück. Ende der 60-er Jahre schaffte es sich einen VW Käfer an. „Wir waren damit im Allgäu und in Ruhpolding“, erzählt Anni Rehberg. Beide hätten sich über all die Jahre gut verstanden. Nach Streit habe „ein Gewitter wieder die Luft gereinigt.“

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