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Lehrschwimmhalle mit neuer Technik

Höhenverstellbarer Hubboden in Gieboldehausen Lehrschwimmhalle mit neuer Technik

Das Lehrschwimmbecken im Hallenbad Gieboldehausen wächst mit. Dank umfassender Sanierungsarbeiten und eines neuen Hubbodens mit moderner Technik lässt sich die Wassertiefe nun variieren: von 20 Zentimetern bis 1,80 Metern. Ab Montag gibt es wieder Schwimmunterricht in den Schulen.

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Quelle: Oliver Thiele

Gieboldehausen. Die Schwimmhalle mit dem 25 mal 8 Meter großen Becken wurde 1971 gebaut. „Es war klar, dass hier nun dringend etwas getan werden musste“, sagt Christian Storm vom Amt für Gebäudemanagement des Landkreises Göttingen. Die Kosten für die Sanierung und den neuen Boden betragen 230000 Euro und werden vom Landkreis getragen.

„Dank der guten Pflege hat der alte Zahnstangenboden seine durchschnittliche Lebensdauer bei weitem überschritten, aber erste Mängel wären bald absehbar. Außerdem entsprach die Konstruktionsweise nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards“, bestätigt auch Benjamin Cessa, Architekt der ausführenden Planungsgruppe Hildesheim. Also wurde in Trockenmontage der neue aufschwimmende Hubboden und darauf ein Kunststoffbelag mit Rutschhemmung installiert. Die Endmontage musste dann im Wasser bei Nutzungstemperatur vorgenommen werden. Zwei Taucher von der holländischen Montagefirma, die sich auf solche Arbeiten spezialisiert hat, haben unter Wasser die Drahtseile befestigt, an denen die Höhe des Bodens dann reguliert werden kann. Nur ein Drittel des Beckenbodens ist variabel. Die Schleppschürze zwischen dem konstant 1,80 Meter tiefem Becken und dem Nichtschwimmerbereich ist dann als schiefe Ebene entsprechend steiler oder flacher eingestellt.

„Das ist sehr sinnvoll für eine Lehrschwimmhalle“, freut sich auch Schwimmmeister Sergej Hermann über die neuen Möglichkeiten. Bis zu 900 Kinder pro Woche hätten hier Schwimmunterricht, „und der Nichtschwimmerbereich kann nun besser angeglichen werden, je nachdem, ob die Kindergartenkinder oder ältere Schüler kommen“, sagt Hermann. Die Umstellung des Bodens dauert nur wenige Minuten und kann vom Schwimmmeister oder den Hausmeistern der Schulen umgestellt werden.

Zu weiteren Erneuerungen zählen eine umlaufende Handfasse, also eine Rille am Beckenrand zum Festhalten, „aus Sicherheitsgründen“, so Cessa, Fliesenarbeiten, drei neue Startsockel, Griffbögen der Leiterzustiege und neue Leinenhalter für die Schwimmleinen. Die vorgebene Bauzeit von rund zweieinhalb Monaten, davon die meiste Zeit in den Sommerferien, wurde ebenso eingehalten wie die geplanten Baukosten.

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