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Auch Kreis-CDU hält Oberstufe für verfrüht

Gieboldehausen Auch Kreis-CDU hält Oberstufe für verfrüht

Gegenwind bekommt die Resolution des Fleckens und der Samtgemeinde Gieboldehausen zur Einrichtung einer Oberstufe an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) nicht nur von der SPD. Auch die CDU-Kreisverbände Osterode und Göttingen halten den Vorstoß ihrer Parteifreunde aus Gieboldehausen für verfrüht.

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DIe KGS in Gieboldehausen.

Quelle: Archiv

Gieboldehausen. Im Prüfantrag der Samtgemeinde-CDU, dem auch die Freien Wähler zugestimmt haben, geht es um die Forderung nach einer KGS-Oberstufe ab dem Schuljahr 2017/2018 und um eine Elternbefragung im Bereich Herzberg und Hattorf. Keine Erfordernis für eine Veränderung der Schülerströme sieht Andreas Körner, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion Osterode.

Körner zeigt zwar Verständnis für den Prüfantrag, hält den Vorstoß aber für verfrüht. „Die KGS kann problemlos auch ohne Oberstufe überleben“, sagt Körner. Eine Oberstufe in Gieboldehausen könnte das Gymnasium in Herzberg gefährden. „Wir können den Antrag erst behandeln, wenn ab November die Osteroder Abgeordneten mit am Tisch sitzen“, meint die schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion Göttingen, Sigrid Jacobi. Nach der Kreisfusion werde die neue CDU-Fraktion die Schülerströme prüfen und Interessen ausloten, um eine gemeinsame Entscheidung herbeizuführen, sagt Jacobi: „Dabei soll der Elternwille an vorderster Stelle stehen.“

Reinhard Dierkes (SPD), der sowohl im Samtgemeinderat Giebodehausen als auch im Göttinger Kreistag vertreten ist, sieht sich durch die Positionen der CDU-Kreistagsfraktionen Osterode und Göttingen bestätigt in seiner Ablehnung der Resolution im Samtgemeinderat. Der Vorstoß mache zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Sinn, sagt Dierkes: „Die CDU im Flecken und der Samtgemeinde hat der KGS mit dieser durchsichtigen Aktion einen Bärendienst erwiesen.“

Zustimmung erfährt die Resolution hingegen von der Linken im Göttinger Kreistag. Eine Oberstufe werde die KGS deutlich aufwerten, sagt Fraktionsvorsitzender Dr. Eckhard Fascher und verweist auf Belastungen der Schüler durch Fahrzeiten zu den Gymnasien in Duderstadt und Herzberg sowie den Elternwillen.

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