Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ausbaufähig bei guter Ausgangslage

Diskussion über Wirtschaftsraum Eichsfeld Ausbaufähig bei guter Ausgangslage

Die deutsche Wirtschaft wächst, Mitarbeiter werden gesucht, der Arbeitsmarkt ist in guter Verfassung. Dies hat Eva-Kristin Waldhelm, Vorsitzende im CDU-Samtgemeindeverband Gieboldehausen, zu Beginn einer Veranstaltung festgestellt, die sich am Dienstag mit der Region Eichsfeld als Wirtschaftsstandort befasst hat.

Voriger Artikel
Kreative Ideen bei Oster- und Frühlingsmarkt
Nächster Artikel
Feuerwehrmann soll Geld veruntreut haben

Zur Podiumsdiskussion im Krebecker Bürgerhaus waren Vertreter aus Wirtschaft und Politik eingeladen.

Quelle: NR

Krebeck. Podiumsdiskussion über finanz- und wirtschaftspolitische Aspekte im Wirtschaftsraum Eichsfeld mit Moderator MdB Frtiz Güntzler (Mitte). Podiumsteilnehmer (v. l.): Unternehmer Thomas Ehbrecht, Samtgemeindebürgermeisterin Marlies Dornieden, Sparkassen-Direktor Alfons Wüstefeld, Landwirt Markus Gerhardy, Volksbank-Vorstand Holger Willuhn und Kreishandwerksmeister Christian Frölich und Unternehmer Thomas Ehbrecht.

Zur Bildergalerie

Zur Podiumsdiskussion im Krebecker Bürgerhaus waren Vertreter aus Wirtschaft und Politik eingeladen. Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler (CDU), als Diplom-Kaufmann selbst im Geschehen, moderierte. Marlies Dornieden vertrat als Samtgemeindebürgermeisterin Gieboldehausen (CDU) den Bereich Verwaltung, Christian Frölich als Kreishandwerksmeister den Mittelstand. Weiter waren Markus Gerhardy für die Sparte Landwirtschaft und Thomas Ehbrecht als Kaufmann mit in der Runde. Holger Willuhn (Volksbank Mitte) sowie Alfons Wüstefeld (Sparkasse Duderstadt) betrachteten das Thema aus ihrer Perspektive.

Es sei eine „Herausforderung, Unternehmer im Eichsfeld zu sein“, stellte Ehbrecht zu Beginn fest. Die Wirtschaft in der Region profitiere davon, mitten in Deutschland ansässig zu sein. Dornieden stimmte zu, bezeichnete die wirtschaftliche Situation jedoch als „ausbaufähig bei guter Ausgangslage.“ 486 Betriebe im Eichsfeld seien die Stärke der Region. Das Problem sei aber eine „unstete Gewerbesteuer“. Ebenso wie beim derzeit schwachen Breitbandausbau, sei man hier vor Herausforderungen gestellt.

„Leute müssen bei uns bleiben“

Für Gerhardy ist die Landwirtschaft ein „ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor“. Ohne euphorisch zu sein, habe Landwirtschaft eine Zukunft in der Region. Die Vertreter der Geldwirtschaft sehen das Risiko für sich in der abnehmenden Bewerberzahl. Wüstefeld: „Wir müssen zusehen, dass unsere Leute bei uns bleiben.“ Seinen Kollegen Willuhn beschäftigt das Thema Demografie: Bei abnehmender Bevölkerungszahl dürfe der Wohlstand nicht in Gefahr geraten.

Für die familiengeführten und gleichzeitig die Region prägenden Betriebe, sei im Eichsfeld „nicht alles rosarot“, stellte Christian Frölich zum Abschluss der Vorstellungsrunde fest. Bäckereien etwa hätten als Kleinbetriebe kaum noch eine Chance. Der Handwerksobermeister verlangt von der Politik entsprechende Rahmenbedingungen.

„Das geht noch was“

Das Eichsfeld stehe gut da, aber „da geht noch was“, fasste Güntzler seine ersten Eindrücke zusammen. Landwirt Gerhardy fragte er nach konkreten Wünschen an die Politik. Dieser hatte Rahmenbedingungen wie etwa Baugenehmigungsverfahren im Visier. Gerhardy: „Derzeitige Bestimmungen tragen zum Strukturwandel bei, es wird immer schwieriger, in kleinen Einheiten zu überleben“.

Aber was kann eine Gemeinde tun, um attraktiv zu bleiben? Güntzler wandte sich an die Bürgermeisterin. Man habe ein klares Problem mit der Abwanderung, antwortete Dornieden. Baugebiete seien ausgewiesen. Gleichzeitig habe die Gemeinde mit Regularien zu kämpfen. Man könne nur Akzente setzen, Finanzierungen bei geringer werdender Bevölkerungszahl seien schwierig.

Bei allen aufgezeigten Problemen: Für den Heiligenstädter Kaufmann Ehbrecht könne man „mit der Marke Eichsfeld gut punkten“. Und für den veranstaltenden CDU-Samtgemeindeverband Gieboldehausen steht fest, solch eine Veranstaltung zu wiederholen. mah

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis