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Barbara Hose erläutert Pflegedienstleistungen

Einführung in ein komplexes Thema Barbara Hose erläutert Pflegedienstleistungen

Die Landfrauen Rhumspringe haben sich über die aktuellen Pflegleistungen informiert. Barbara Hose sprach zu mehr als 50 Frauen im Rhumspringer Quellenhof über Verhinderungs- wie Kurzzeitpflege und was Betroffenen oder deren Angehörigen zusteht.

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„In welche Pflegestufe man eingeteilt wird“, so Hose, „hängt vor allem von der Zeit ab, die für die Pflege aufgewendet wird.“

Quelle: dpa (Symbolbild)

Rhumspringe. „In welche Pflegestufe man eingeteilt wird“, so Hose, „hängt vor allem von der Zeit ab, die für die Pflege aufgewendet wird.“ Diese könne wiederum von einer Pflegeperson oder einem Pflegedienst erbracht, aber auch zu Hause gepflegt werden. Pflegesachleistungen griffen hingegen nur, wenn ein Pflegedienst in die eigenen Räume komme. Hinzu gekommen seien Betreuungsleistungen, die ursprünglich nur für Demenzerkrankte als Unterstützungsleistungen gegolten hätten.

„Betreuen hat hierbei nichts mit Pflege zu tun, sondern mit Betreuung, auch durch Hilfen im Haushalt“, sagte die examinierte Krankenschwester. Doch diese 104 Euro bekommen die Unterstützungsbedürftigen nicht überwiesen. Nicht abgerufene Mittel könnten über einen kurzen Zeitraum – bis zu 18 Monate – angespart werden und so ließen sich zum Beispiel mit dem Eigenanteil einer Kurzzeitpflege in Höhe von 35 Euro täglich verrechnen. Wurden Patienten in eine Pflegestufe eingeteilt, so hätten auch sie Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Viele wüssten jedoch nicht, was ihnen zustehe: So werde der Zuschuss für bauliche Maßnahmen von – je Maßnahme – 1557 Euro auf 4000 Euro erhöht.

Pflegende Angehörige könnten zudem eine Familienpflegezeit in Anspruch nehmen, sofern das Unternehmen mehr als 25 Mitarbeiter beschäftige. Darunter komme es auf das Entgegenkommen des Arbeitgebers an, ob er Mitarbeiter für eine Pflegezeit freistelle. Statt eines Einkommens könne für diesen Zeitraum ein zinsloses Darlehen gewährt werden.

Die offensichtlichste Änderung sei 2016 die neue Einteilung in fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen. Nach Aussagen Hoses ändere sich dadurch fast nichts, da es auch – genau genommen – bislang fünf Stufen gegeben habe. Neu sei die Herangehensweise: „Jetzt wird geguckt, was der Patient noch kann.“ Zugleich gab sie den Frauen einen Hinweis: Bis September diesen Jahres würden die Pflegegrade festgelegt. Menschen, die bislang in eine Pflegestufe eingeteilt waren, sollten sich noch vor dieser Frist hochstufen lassen.

Für Beratungen dieses komplexen Themas eigenen sich einerseits die Sprechzeiten des Senioren- und Pflegestützpunktes. Aber auch Barbara Hose hält Sprechstunden im St.-Martini-Krankhaus ab. Termine erhalten Interessierte unter Telefon 05527/8448. Sprechstunden sind montags und dienstags von 14 bis 15.30 Uhr und donnerstags von 17 bis 19 Uhr.

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