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Betrug mit Krankentransporten

Gieboldehausen Betrug mit Krankentransporten

Wegen gewerbsmäßigen Betrugs in mehr als 400 Fällen steht ein 63-jähriger Mann seit Freitag vor dem Göttinger Landgericht. Als Geschäftsführer eines Krankentransport-Unternehmens soll er im Jahr 2010 angebliche Krankentransportfahrten bei verschiedenen Krankenkassen fälschlich in Rechnung gestellt haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Gieboldehausen. Dennoch wird der Angeklagte wohl mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.

Der Gesamtschaden durch die getürkten Abrechnungen allein im Jahr 2010 soll sich demnach auf knapp 120000 Euro belaufen. Die Tricks des Unternehmers: Gemeinschaftsfahrten wurden bei den Kassen als Einzelfahrten eingereicht und entsprechend abgerechnet. Darüber hinaus habe er für qualifizierte Rettungstransporte dafür nicht ausgerüstete und zugelassene Fahrzeuge wie Mietwagen oder Rollstuhltransportfahrzeuge eingesetzt, sich aber dennoch die vollen Kosten erstatten lassen, erläuterte das Gericht in der Verhandlung am Freitag.

Mit einer milden Strafe für die „regelmäßige Falschabrechnung“ wird der 63-Jährige wahrscheinlich deshalb davonkommen, weil er über seinen Anwalt bereits im Vorfeld ein Geständnis angekündigt hat. Das würde dem Gericht langwierige Ermittlungen ersparen. Außerdem hat er der Krankenkasse AOK bereits 35000 Euro zurückerstattet.

In Gesprächen zwischen Verteidigung, Staatsanwalt und Gericht wurde dem 63-Jährigen ein Strafrahmen zwischen einem Jahr und einem Jahr und zehn Monaten in Aussicht gestellt. Außerdem erklärte sich der Mann mit einer Geldauflage in Höhe von 2000 Euro einverstanden. Die Verhandlung wird in der übernächsten Woche fortgesetzt.

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