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Bienensterben nur ein Mythos?

Vortrag in Germershausen Bienensterben nur ein Mythos?

Für Diskussionsstoff sorgen dürfte der nächste Vortrag, den der Arbeitskreis interessierter Landwirte im Eichsfeld anbietet. Dr. Gerhard Liebig spricht am Montag, 22. Februar, über das Thema „Bienensterben - Fiktion und Wirklichkeit“.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Germershausen. Liebig ist vielen Imkern ein Begriff. Über Jahrzehnte hinweg hat der Wissenschaftler an der Landesanstalt für Bienenkunde in Stuttgart-Hohenheim die Entwicklung von Bienenvölkern, die Populationsdynamik und den Befall durch die Varroamilbe untersucht. Sein öffentlicher Vortrag im Hotelrestaurant Stadt Hannover beginnt gegen 20 Uhr und schließt sich an die Generalversammlung des Arbeitskreises an. Bernd Wüstefeld vom Vorstandsteam hält das viel thematisierte und mit Vorwürfen gegen die „intensive Landwirtschaft“ verknüpfte „Bienensterben“ für einen „Medienhype“. In Deutschland und weltweit würden die Bienenvölkerzahlen zunehmen und die Honigerträge steigen.

Auch Uwe Dzeia, Vorsitzender des Kreisimkervereins Göttingen, relativiert die Aufregung über ein Phänomen, das es generell und weltweit so nicht gebe. „Bienen sterben immer“, sagt Dzeia: „Im Sommer werden sie nur drei Wochen alt, ein Schwund von fünf bis zehn Prozent im Winter ist normal.“ Es gebe immer wieder einmal Fälle von Milbenbefall oder andere Einflüsse, die zu Verlusten führen würden, aber kein generelles Bienensterben, so Dzeia. Drastische Entwicklungen, wie sie der Film „More than honey“ zeige, würden zumindest auf Deutschland nicht zutreffen. Hierzulande gebe es auch scharfe Gesetze, die den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden regeln. ku

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