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Theuvsen will die Fläche stärken

CDU-Landratskandidat Theuvsen will die Fläche stärken

Tagespflege, betreutes Wohnen, Baumpark und Klosterkirche sind am Dienstag Stationen von CDU-Landratskandidat Prof. Ludwig Theuvsen in der Samtgemeinde Gieboldehausen gewesen. Demografie und Infrastruktur waren dominierende Themen bei seinen Gesprächen mit Bürgern.

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„Die Bäume kommen jetzt langsam ins Jugendstadium“: Naturschutzbeauftragter Franz-Josef Lange führt Theuvsen (l.) durch den Rüdershäuser Baumpark.

Quelle: Niklas Richter

Gieboldehausen. Die Kreisfusion wecke Befürchtungen, dass der ländliche Raum abgehängt werde und das Oberzentrum Göttingen eine noch stärkere Sogkraft entwickele, sagte der 52-jährige Agrarökonom. Es sei Aufgabe der Politik, dem entgegenzuwirken: „Wir können den demografischen Wandel nicht stoppen, ihn aber abpuffern.“ Die Raumordnung müsse auch den Dörfern Entwicklungschancen lassen, die Grund- und Mittelzentren gestärkt werden. Standorte für öffentliche Dienstleistungen müssten verteilt, die rurale Infrastruktur mit kreativen Ideen weiterentwickelt werden, Kultureinrichtungen auch ländliche Spielstätten nutzen. „Preiswertes Wohnen alleine reicht nicht“, meinte Theuvsen: „Junge Familien bekommt man nur bei entsprechender Infrastruktur.“

Als vorbildlich betrachtet der Hochschulprofessor Einrichtungen wie die neue Caritas-Tagespflege in Gieboldehausen - zumal es sich auch noch um einen Ort handele, der mit Erinnerungen verbunden werde und für Gesprächsstoff sorge. Der Landarztmangel sei kein Naturgesetz, sondern den Vergütungsstrukturen geschuldet. Für die Gesundheitsversorgung in der Fläche seien neue Anreize nötig. Für immens wichtig hält Theuvsen die IT-Versorgung: „Arbeit gibt es heute nur noch wenig in den Dörfern.“

Im Rüdershäuser Baumpark freute sich der CDU-Politiker ebenso wie in Germershausen über „Begegnungen mit Menschen, die sich mit Herzblut für die Region engagieren“. Wallfahrten seien ein Pluspunkt im Eichsfeld und würden wie das Fachwerk-Fünfeck zur Tourismusförderung beitragen: „Pilgern erlebt einen Aufschwung, es muss nicht Santiago de Compostela sein.“ Initiativen, die vor Ort Kräfte bündeln, müssten unterstützt werden, der Landkreis mehr Hilfestellung bei komplizierten Förderanträgen leisten. Der Reaktivierung von Ortskernen räumt Theuvsen Priorität vor der Ausweisung von Neubaugebieten ein - auch wegen Minderung des Flächenverschleißes, Lebensqualität in den Dörfern und Klimabilanz: „Renovieren ist besser als neu bauen. Wir brauchen einen Denkmalschutz, der Muster für modernes Wohnen in historischer Bausubstanz vorgibt.“

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