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Die wichtigsten Mitarbeiter des Pfarrers

Jugendliche stehen hinter Entscheidung für den Ministrantendienst Die wichtigsten Mitarbeiter des Pfarrers

„Unsere Gemeinde sieht sich in der glücklichen Lage, dass 68 Kinder und Jugendliche den Ministrantendienst verrichten“, freut sich der Gieboldehäuser Pfarrer Matthias Kaminski. Dario Dierking (15), Greta Weber (12) und Ida Weber (9) erläutern, warum sie sich für den Dienst entschieden haben.

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Die Gieboldener Jugendlichen stehen hinter ihrer Entscheidung.

Quelle: NR

Gieboldehausen. „Unter unseren 68 Ministranten im Alter von neun bis 21 Jahren sind 37 weibliche und 31 männliche“, erklärt Küsterin Maria-Luise Schild. „Der Dienst verbindet die jungen Leute.“ Sie berichtet von Studenten, die im Heimaturlaub gern wieder mitmachen.

„Wenn man dient, ist es eine andere Atmosphäre in der Kirche“, erklärt der 15-jährige Dario. In seiner Klasse am Otto-Hahn-Gymnasium in Göttingen ist er zunächst auf Erstaunen gestoßen. „Meine Mitschüler kennen das nicht und da kamen schon einige Sprüche. Aber ich stehe dazu.“ Dabei hatte er vor seiner Kommunion gar keinen Bezug zur Kirche. „Das hat sich erst mit der Kommunion entwickelt“, sagt er und berichtet, dass er damals mit seinem besten Kumpel zur Schnupperstunde gegangen sei. „Heute bin ich froh, dass wir das damals spontan entschieden haben.“ Und auch sein Kumpel sei immer noch dabei.

Sprüche von anderen kennt auch die zwölfjährige Greta. „Die kommen schon manchmal, wenn ich sage, dass ich keine Zeit habe, weil ich dienen muss. Aber da stehe ich drüber, denn es macht mir Spaß.“ Bei ihrer neunjährigen Schwester Ida dienen bis auf zwei oder drei alle ihre Freunde.

Es bestehe ein guter Zusammenhalt unter den Ministranten, erzählt der Pfarrer. Das sei auch ein Grund, warum er sich auf diese immer verlassen könne: „Ich stehe nie allein am Altar. Selbst wenn jemand ausfällt, sorgt derjenige für Ersatz.“ Und darum würden die Ministranten auch großen Rückhalt aus der Gemeinde erfahren. Und auch die Eltern würden die Jugendlichen unterstützen. „Es ist ein großartiges Geschenk, dass wir diese jungen Leute haben. Sie sind schließlich meine wichtigsten Mitarbeiter und jeder weiß, es gibt keinen unwichtigen Dienst am Altar.“

Der Ministrantendienst sei für alle eine prägende Zeit. „Das erzählen bekannte Stars wie Thomas Gottschalk und Günter Jauch regelmäßig“, berichtet Kaminski. Und auch die Gieboldehäuser Jugendlichen würden viel lernen - von sozialem Verhalten über Verantwortung bis zu dem Punkt, vor Publikum aktiv zu sein. Natürlich können besonders die älteren Ministranten einige Anekdoten erzählen von Fehlern im Ablauf bis hin zu einem brennenden Weihrauchfass. Und die neunjährige Ida ist froh, denn wenn die Neuen kommen, zählt sie schon zu den Etablierten. Doch das mache kaum einen Unterschied, denn neue Ministranten würden schnell in die Gruppe integriert, erinnert sie sich an ihre Anfänge vor einem Jahr.

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