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„Drehtürprinzip hat sich bewährt“

KGS Gieboldehausen „Drehtürprinzip hat sich bewährt“

Die 2011 gestartete Kooperative Gesamtschule (KGS) entlässt in diesem Sommer ihren ersten zehnten Jahrgang. Ein positives Fazit der Entwicklung der Gesamtschule, die schrittweise die Haupt- und Realschule in Gieboldehausen abgelöst hat, zieht die didaktische Leiterin Carla Koch.

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Spiel in der Pause an der KGS Gieboldehausen.

Quelle: r

Gieboldehausen. An der KGS werden zurzeit von 66 Lehrern 755 Schüler in 36 Klassen unterrichtet. In jedem Jahrgang gibt es eine Hauptschul-, drei Realschul- und zwei Gymnasialklassen. „Förderkonzept, praktische Lerninhalte und Drehtürprinzip haben sich bewährt“, sagt Koch.

Vom Konzept überzeugt

Bei guter Leistung können Schüler erst einmal in den Unterricht eines höheren Schulzweiges hineinschnuppern, um später ganz wechseln zu können. Das mache den Übergang fließender und leichter, beim Wechsel in einen anderen Schulzweig bleibe das soziale Umfeld erhalten, meint Koch, die sowohl vom Konzept des Gymnasiums als auch der KGS überzeugt ist. Ihr Sohn ist Lehrer am Eichsfeldgymnasium.

Der Wunsch, an der KGS auch eine Oberstufe zu etablieren, sei legitim, sagt Koch und setzt auf eine Neujustierung nach der Kreisfusion: „Es gab viele Neueinstellungen in den vergangenen Jahren, wir haben 30 Gymnasiallehrer und sind ein relativ junges Kollegium.“

Wenige Abstiege

Die KGS ermögliche leistungsorientiertes Arbeiten unter Berücksichtigung der Stärken und Schwächen einzelner Schüler. Bei landsweiten Vergleichsarbeiten habe die Schule im Hauptschul- und Gymnasialbereich besonders gut abgeschnitten. In den unteren Jahrgängen seien im vergangenen Jahr mehr als 30 Kinder in einen höheren Schulzweig gewechselt, nur drei seien „abgestiegen“.

Das Prinzip des Förderns und Forderns gipfele in einer intensiven Lernberatung, die fest im Stundenplan verankert sei. Auch die Eltern würden beraten. Zum pädagogischen Konzept gehörten „Kennenlern-Fahrten“, um über die Schulzweige hinweg Freundschaften zu ermöglichen.

Soziale Kompetenzen stärken

In diesem Schuljahr ging es für die Fünftklässler nach Bad Lauterberg, zum mehrtägigen Programm gehören Fledermaus-Wanderung, Schwimmbad-Besuch und ein Outdoor-Erlebnistag, an dem gemeinsam ein Floß gebaut wurde. Um soziale Kompetenzen zu stärken, beteiligt sich die KGS an Projekten wie Busscouts, Schulsanitätern und Präventionsprogrammen.

Bis 15.30 Uhr werden an der offenen Ganztagsschule Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften angeboten. Zudem ist die KGS Schwerpunktschule für die Inklusion. Dafür hat der Landkreis als Schulträger schon viel Geld investiert, einen Wunsch hat Koch aber noch: Fachraumtüren, die sich für Kinder im Rollstuhl selbstständig öffnen.

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