Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Ein Evangelium zum Anschauen

Krippenbruderschaft Gieboldehausen stellt Weihnachtsgeschichte aus Ein Evangelium zum Anschauen

Seit mehr als 50 Jahren wird „zur Ehre Gottes und zur  Freude der Menschen“ die große Krippe in Gieboldehausen aufgebaut,  berichtet Werner Grobecker. Den gesamten Chorraum nutzt die  Krippenbruderschaft in St. Laurentius für ihre Darstellung. Noch bis kurz  vor Mariä Lichtmess lässt sie sich bestaunen.

Voriger Artikel
Grundschule Rhumspringe feiert ganz groß
Nächster Artikel
Tannenbaum und Geschenke neben Feldbetten

Die eindrucksvolle Weihnachtskrippe der St.-Laurentius-Kirche in Gieboldehausen erstreckt sich über den gesamten Chorraum.

Quelle: Richter

Gieboldehausen. „Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“: Die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium wird im  Altarraum der St.-Laurentius-Kirche plastisch, ja greifbar. „Der  Betrachter, der davor steht, wird in das Geschehen einbezogen“, sagt Werner  Grobecker.

In der Mitte befindet sich der Stall mit der Krippe, darüber ist das Kreuz des Altars zu sehen und über allem die Taube als Zeichen des Heiligen Geistes. „Ein Bild der Anbetung und der Dreifaltigkeit“, so Grobecker. Nur allmählich entdecken Besucher die Detailverliebtheit der rund 15 Krippenbauer, die sich vor mehr als 55 Jahren zu einer Krippenbruderschaft  zusammenfanden. Mehr als 25 Tannen haben sie in Etagen verbaut, der Altarraum gleicht einem 45 Quadratmeter großen Weihnachtswald.

Fast eine  Woche dauerte der Aufbau. In den Wipfeln sind Drosseln, Kauz oder Rotkehlchen Zuschauer des  Geschehens, rechts plätschert ein Wasserfall. Der Esel liegt im Stall, es  duftet nach Tannen, Moos und Rinde. Gersten, Rogge und Weizen liegen im  Stall, daneben steht ein Weinstock. Ein echtes, ausgestopftes Lämmchen  ziehe besonders die Kinder an, erzählt Tischlermeister Grobecker.

Die Krippe in Gieboldehausen.

Zur Bildergalerie

Fast 40 Figuren, handgeschnitzt aus Oberammergau und um die 80 Zentimeter groß, machen seit 1971 biblische Geschichte lebendig, auf Augenhöhe mit den  Besuchern der Krippe. Das Heilsgeschehen von vor 2000 Jahren wird hier mit  der Gegenwart verknüpft: Viele der Figuren tragen Trachten, genäht  von den Frauen der Krippenbrüder.

„Jede Figur schaut zur Mitte, zur Heiligen Familie mit dem Jesuskind“, sagt Grobecker, der Krippenvater von  Gieboldehausen. Auch deren Positionen ändern sich: Die Heiligen Drei Könige  nähern sich der Krippe, bei der Flucht nach Ägypten zieht die Familie aus  dem Stall. Nicht nur das Weihnachtsgeschehen alleine zeigt die Krippe in  St. Lautentius. Grobecker erläutert Besuchern das „Evangelium zum  Anschauen“, verweist auf Psalme. Jedes noch so kleine Detail haben die Krippenbrüder mit Bedacht gewählt, jedes Jahr ändert sich leicht die Szenerie. „Eine Krippentour durch das  Eichsfeld“, sagt der Tischlermeister, „sollte hier ihren Abschluss  finden.“ In der Bibel fanden Maria und Josef keinen Raum in der Herberge. In der St.-Laurentius-Kirche aber findet ein ganzes Evangelium Platz.

Während der Öffnungszeiten der Kirche lässt sich die Krippe besuchen. Führungen können mit Werner Grobecker unter Telefon 05527 / 20 53 63 vereinbart werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016