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Bruns gern Kundin im Gesundheitswesen

FDP-Gesundheitsexpertin besucht Krankenkransporteur Bruns gern Kundin im Gesundheitswesen

Die Landtagsabgeordnete Sylvia Bruns (FDP) hat sich am Freitag in Gieboldehausen über die Situation privater Krankentransportdienste informiert. Diese klagen über zu viel Regulierung durch den Gesetzgeber und einen unfairen Wettbewerb.

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Florian Reinhold (l.) erläutert Sylvia Bruns und Heiner Schülke den Krankenwagen mit Rettungswagenausstattung.

Quelle: Niklas Richter

Gieboldehausen. Mit 14 Fahrzeugen und Standorten in ganz Südniedersachsen ist R+ Meditransporte Florian Reinhold zufolge einer der größten privaten Krankentransportdienste in der Region. Allerdings kritisiert er als Geschäftsführer die „unterschiedliche Behandlung“ privater und öffentlich-rechtlicher Transportdienste durch Gesetz- und Auftragsgeber.

Fahrer von Wohlfahrtsverbänden bräuchten keinen Personenbeförderungsschein, seine Fahrer hingegen schon, sagt er. Außerdem würden die etablierten Wohlfahrtsverbände ihre Marktstellung verteidigen: Bei einem Altenheimbrand in Gieboldehausen wollten nach Reinholds Angaben die Rettungsdienste zur Evakuierung Reinholds Fahrzeugflotte vor Ort nicht nutzen. Stattdessen hätten sie Fahrzeuge aus der ganzen Region kommen lassen. „Das ist scheinbar ein Konkurrenzverhalten, dass dem Wunsch zu helfen entgegensteht“, findet Reinhold, und verweist darauf, dass seine Fahrzeuge wie Rettungswagen ausgestattet sind.

Um dem ein Ende zu bereiten, hofft er auf die Novelle des niedersächsischen Rettungsdienstgesetzes, die derzeit aussteht. Bruns, gesundheitspolitische Sprecherin der FDP, will sich dabei nun einmischen: Sie und ihr Büroleiter schlugen eine Anfrage an die Landesregierung zu der Ungleichbehandlung von Krankentransportdiensten vor.

Auch über die Zukunft des Gesundheitswesens waren sich Bruns und Reinhold einig: Er setzt auf seine Stellung „als Dienstleister“ und spricht lieber von Kunden als von Patienten. Eine willkommene Argumentation für die FDP-Abgeordnete Bruns. Die ist gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und bekennt: „Ich bin gerne Kundin im Gesundheitswesen“. hö

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