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„Auch Fußball hat mit Glauben zu tun“

Familiengottesdienst in Renshausen „Auch Fußball hat mit Glauben zu tun“

Zwischen einem EM-Spiel in einem französischen Fußballtempel und einer spärlich besuchten Messe in der Kirche Mariä Geburt im idyllisch-abgelegenen Renshausen liegen Welten. Doch manche Rituale ähneln sich. Sitzen, aufstehen, singen, jubeln, beten. Um die Europameisterschaft hat sich am Sonnabend die Familienmesse gedreht.

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Quelle: NR

Renshausen. Auf einer Decke vor dem Altar lag ein Fußball, Schiedsrichter Frederik Basom durfte in der Kirche pfeifen, in Trikots des FFC Renshausen sprachen Sophie, Marisa und Lea  die Fürbitten „für alle, die im Leben immer nur auf der Ersatzbank sitzen müssen,  für alle, die durch Fouls von anderen im Leben schwer verletzt wurde, für die gerade begonnene Europameisterschaft, dass sie zu einem Fest der friedlichen Begegnung und Toleranz werde“ – ein frommer Wunsch, wie sich bereits am Wochenende zeigte. „Auch Fußball hat mit Glauben zu tun“, sagte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende  und Küsterin Anezka Altmann, aus deren Familie der Anstoß zum Gottesdienstthema kam: „Beides braucht Begeisterung, Leidenschaft und Freude. Scharen von Fans  pilgern in die Stadien – bei uns in der Kirche nicht gerade, versammeln sich um die Mitte des Stadions, wir um den Altar, die Mannschaft zieht ein wie Priester und Messdiener, das Spiel startet mit dem Anpfiff, die Messe mit der Glocke.“

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Küsterin Anezka Altmann vergleicht Glauben und Fußball und bittet Fußballschiedsrichter Frederik, von seiner Tätigkeit zu erzählen.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende und Küsterin Anezka Altmann vergleicht Glauben und Fußball und bittet Fußballschiedsrichter Frederik, von seiner Tätigkeit zu erzählen.

Quelle: NR

„Viele Zeremonien in den Stadien wurden der Kirche abgeguckt“, meinte Pfarrer a.D. Heinz Peter Miebach, der Militärseelsorger in Afghanistan gewesen ist. Mit Trikots, Schals und bemalten Gesichtern würden sich Fans zu ihrer Mannschaft bekennen. Eine Analogie zum christlichen Glaubensbekenntnis zog Altmann: „Unser Schiedsrichter ist Gott, der den Anpfiff zum Entstehen der Welt gegeben hat, unser Lebensspiel pfeift, mit uns mitläuft und uns begleitet.“ Gewinnen könne man nur, wenn man gemeinsam spielt, sagte Altmann: „Jeder hat seine Aufgabe, voller Einsatz zählt, man muss sich aber auch zurücknehmen können, um andere zum Zug kommen zu lassen.“

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