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Fenster der Kreuzkirche in Lindau wird saniert

Schäden durch Schimmel Fenster der Kreuzkirche in Lindau wird saniert

Schimmel überzieht die Bleiglasfenster in der evangelischen Kreuzkirche in Lindau. Die Erfurter Diplomrestauratorin für Glasmalerei und Glasfenster, Kathrin Rahfoth, hat nun zwei Altarfenster ausgebaut, um sie in den kommenden vier Wochen zu reinigen und zu sanieren. 20000 Euro investiert die Gemeinde.

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Restaurateurin Kathrin Rahfoth arbeitet am Fenster der evangelischen Kreuzkirche in Lindau.

Quelle: Pförtner

Lindau. Den Schimmel hatte die Restauratorin bereits im vergangenen Jahr festgestellt, als sie die anderen drei Altarfenster auf Vordermann brachte. Mit Handschuhen und Gesichtsmaske schützt sie sich beim Ausbau vor den gefährlichen Sporen. „Die Orgel ist nicht befallen. Das hat eine Überprüfung des Instruments durch Kirchenkreiskantor Jörg Ehrenfeuchter ergeben“, berichtet Monika Gül, die Vorsitzende des Kirchenvorstands.

Arbeitsgerät: Alkohol und Wattebausch

In der Werkstatt in Erfurt reinigt Rahfoth nun mit einem Wattebausch, den sie in verdünnten Alkohol taucht, die sechs Quadratmeter große Glasfläche. Nach 24 Stunden wiederholt sie die Prozedur. Das macht sie auf der Vorder- und der Rückseite. „Hinterher strahlen die Fenster“, kündigt sie an. Seit Jahrzehnten haben die Lindauer die Scheiben nicht mehr geputzt. „Das ist auch gut so, da es auf dem empfindlichen Glas nur zu leicht Kratzer gibt“, betont Rahfoth.

Der Schimmel hat sich gebildet, weil die dicke Dreckschicht durch eindringendes Wasser feucht wurde. „Die Klimaerwärmung um ein, zwei Grad fördert in vielen Kirchen die Schimmelbildung“, erklärt Rahfoth. Wie bei den Fenstern im Vorjahr klebt sie nach der Reinigung gesprungenes Glas, passt Ersatzgläser, die bei früheren Reparaturen nur aufgesetzt wurden, in den Bleirahmen ein, lötet dessen gesprungene Stellen und erneuert den Kitt. Anschließend fertigt sie Gipsabgüsse der Fenster an, die für die Herstellung der Schutzverglasung benötigt werden. Sie schützen die Fenster künftig vor der Witterung.

Pfützen auf dem Boden

94 Prozent der Kosten übernimmt der Kirchenkreis Harzer Land. „Den Rest muss die Gemeinde mit freiwilligem Kirchgeld, Spenden und Kollekten finanzieren“, sagt Güll.

Unterdessen stehen bereits die nächsten Baumaßnahmen an. Durch die Westfenster der Kirche dringt bei Starkregen soviel Wasser ein, das sich auf dem Boden Pfützen bilden. Die Fester der Ostseite sind weniger stark betroffen. Zudem bröcket der Mörtel aus dem Klinker-Mauerwerk der 1894/95 erbauten Kirche.

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