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Fischende Feuerwehr

140 Forellen unter Vereinsmitgliedern verteilt Fischende Feuerwehr

Ein Hauch von Ostsee schwebte am Sonnabend über Wollershausen: Bei strahlendem Sonnenschein haben Mitglieder des Feuerwehrvereins den Löschteich abgelassen – und es verbreitete sich ein leichter Algenduft.

Die Ernte des Jahres: Fische für Pfanne, Backofen oder Grill.

Quelle: ne

Wollershausen. 140 Forellen, die noch bis zum Morgen im Löschteich geschwommen waren, befanden sich am Mittag in zwei großen Wannen, aus denen sich Mitglieder des Feuerwehrvereins bedienten. Mit Eimern und Plastiktüten hatten sie sich zum Löschteich an der Hauptstraße aufgemacht, um die Ernte des Jahres abzuholen: Fische für Pfanne, Backofen oder Grill.

„Ein Angler tötet die Tiere professionell“, erklärte „Fischmeister“ Heinz Ketzinger. Er füttert Tag für Tag die Forellen, die zweimal im Jahr in den gereinigten Löschteich eingesetzt werden, um sie dann im Frühjahr und im Herbst zu fangen. Die kleinen Fische würden in die Rhume umgesiedelt.

Dazu wird der rund 300 Kubikmeter große Teich abgepumpt, bis der Wasserstand gering ist.  Ketzinger – in Gummistiefeln über der Arbeitshose und kurzärmeligem Karo-Hemd –  schnappt sich die Tiere mit einem Kescher und bringt sie an den Beckenrand, wo sie getötet werden. Das Ausnehmen erledigen die Abholer zuhause. 14 Forellen erhalten die Vereinsmitglier für einen festen Betrag – und gerne auch eine oben drauf, wenn sie mit anfassen.

Am Sonnabend waren es 18 Helfer, die einige arbeitsreiche, aber offensichtlich unterhaltsame Stunden am Teich verbrachten. „Montag wird das Becken dann noch gekalkt“, erklärte Ortsbrandmeister Martin Trauter das weitere Vorgehen. „Dann sieht es wieder aus wie ein Schwimmbecken.“ Zum Ritual gehöre, die Jahreszahl auf dem Beckengrund zu notieren. Derzeit zeichnet sich noch eine schwache „2015“ ab, sie soll durch eine „2016“ ersetzt werden, bevor wieder Wasser eingelassen wird. Anschließend bringe ein Züchter die neuen Fische, sagt Ketzinger.

Mittlerweile sei der Löschteich zum Fischteich geworden, sagt Trauter. Die Feuerwehr nutze ihn eigentlich nicht mehr. „Dennoch ist es gut zu wissen, dass er da ist.“ Im Notfall könnte das Wasser darin wertvolle Hilfe leisten.

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