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Drehleiter bleibt Fernziel

Feuerwehrbedarfsplan Drehleiter bleibt Fernziel

Zumindest eine Drehleiter hält Gemeindebrandmeister Claus Bode in der Samtgemeinde Gieboldehausen für erforderlich. Wichtiger sei aber die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft, ist er sich mit seinem Stellvertreter Marius Nienstedt einig. Entscheidungshilfe leistet der Feuerwehrbedarfsplan.

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Anprobe der neuen schwarzen Anzüge: Die auffälligen Reflexstreifen machen das Tragen von Warnwesten bei Einsätzen überflüssig.

Quelle: r

Gieboldehausen. Ihren 2009 aufgestellten Plan haben Bode und Nienstedt aktualisiert, die politischen Gremien die Fortschreibung beschlossen. Auf 176 Seiten werden unter anderem Bestands- und Gefahrenanalyse, Erreichungsgrad, Ausrück-, Fahrt- und Eintreffzeiten, Produktionsstätten, Unterstützungsbereiche und Risikofaktoren aufgeführt. Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) würdigt die „intensive Fleißaufgabe“ mit Kriterien, die der Verwaltung Orientierungshilfe bieten. In der Samtgemeinde gibt es 13 Ortsfeuerwehren mit drei Stützpunkten und derzeit 470 Aktiven.
„Die Bedarfsplanung hat sich bewährt, sorgt für Verlässlichkeit und hilft auch dem Kreis bei der Organisation von Katastropheneinsätzen“, sagt Nienstedt, der mit status quo, Ausstattung und Kooperation hochzufrieden ist: „Die Samtgemeinde hat in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung genommen, keine Ortsfeuerwehr steht zur Disposition, an keinem Standort wird die Mindeststärke unterschritten.“ Die Zahl der Hilfseinsätze steige, die Personalstärke sei ausreichend, die Decke werde aber enger, sagt er mit Blick auf die Demografie. Neben Nachwuchswerbung sei die Sicherstellung der Ausrückbereitschaft am Tag wichtig. Dornieden will deshalb auch Betriebe kontaktieren.
Für eine Drehleiter sieht sie keine akute Notwendigkeit. Die Anforderung der Drehleitern aus Duderstadt und Herzberg reiche aus, die vom Landkreis bezuschusste Duderstädter Drehleiter sollte das östliche Kreisgebiet abdecken. Laut Gefahrenbeurteilung wären sogar mehrere Drehleitern nötig, sagt Bode: „Das ist aber utopisch und auch nicht erforderlich.“ Mit einer Beschaffungsanforderung in den nächsten Jahren rechnen weder Bode noch Nienstedt. „Wir müssen belastbare Empfehlungen treffen und auch die politische Realisierbarkeit beachten“, meint  Nienstedt. Das Eintreffen der Drehleitern aus Duderstadt oder Herzberg entspreche zwar nicht den Fristen, ergänzt Bode, weiß aber auch, dass eine Drehleiter als finanzieller Kraftakt schwer umsetzbar sei.

300 neue Jacken und Hosen

Ausstattung: Die Samtgemeinde stattet bis Ende des Jahres ihre Feuerwehren mit neuer Schutzbekleidung aus, teilt Gemeindebrandmeister Claus Bode mit. Insgesamt 300 Jacken und Hosen für rund 60.000 Euro dienen den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten als Persönliche Schutzausstattung (PSA) für den täglichen Einsatzdienst bei Bränden oder Hilfeleistungen. Eine verbesserte Stoffqualität soll für eine längere Tragedauer und höhere Schutz-Unempfindlichkeit sorgen.rf

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