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Freunde mit Freude am Fliegen

Eichsfelder Modellbau-Club Freunde mit Freude am Fliegen

Rund 50 Piloten sind mit weit mehr als 100 Modellen beim Flugtag des Eichsfelder Modellbau-Clubs (EMC) an den Start gegangen. Aus Nordhausen, Göttingen, Veckerhagen und Uetze reisten größere Gruppen an Fliegern an. Einzelpiloten kamen unter anderem aus Lüneburg, Paderborn und sogar aus Holland.

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Friedhelm Graulich beim Treffen des Eichsfelder Modellbau-Clubs mit seinem Super Jet.

Quelle: Bänsch

Germershausen. Der Niederländer Sjef de Leeuw machte vor drei Jahren erstmals Urlaub auf dem Campingplatz am Seeburger See und suchte eine Möglichkeit, in der Nähe seinem Hobby nachzugehen. Der EMC-Vorstand überprüfte die Flugfähigkeit des Niederländers und erteilte die Erlaubnis, den vereinseigenen Platz bei Germershausen zu nutzen. „Mittlerweile sind wir Freunde geworden“, erzählt er, bevor er seinen Flieger startet. In der Luft klinkt er zwei Fallschirmspringer aus, die sein Freund Jan Swanen zu Boden steuert.

Die Bandbreite an Flugmodellen ist groß. „Wir haben hier Fertigmodelle aus China für rund 100 Euro“, beginnt EMC-Pressewart Mirko Heinrichs am unteren Ende der Skala. „Wir haben aber auch zum Beispiel die Northrop F20 Tigershark von Friedhelm Graulich.“

Dieses turbinenangetriebene Model werde wie das Original mit Kerosin betrieben und erreiche eine Spitzengeschwindigkeit von rund 260 Stundenkilometern. „Das Modell hat insgesamt bestimmt rund 20 000 Euro gekostet“, schätzt Heinrichs bei einer investierten Arbeitszeit von mindestens 1000 Stunden.

Petition gegen Höhenbeschränkung

Germershausen. Momentan kursiert bei Modellfliegern die Befürchtung, dass sie in der Ausübung ihres Hobbys durch Auflagen stark eingeschränkt werden könnten. „Wenn die Online-Versandhäuser beginnen, ihre Sendungen mit Drohnen zu verschicken, will der Bundesverkehrsminister das Modellfliegen auf eine Höhe von 100 Metern beschränken“, erzählt Mirko Heinrichs, Pressewart des Eichsfelder Modellbau-Clubs. Ein Modellsegelflieger beispielsweise sei dann bereits nach 30 Sekunden wieder am Boden. „Wo bleibt denn dann der Spaß?“, fragt Heinrichs: „Wir würden in unserem Hobby sehr beschnitten.“ Deshalb sammeln derzeit bundesweit Modellflieger Unterschriften für eine Petition. „Wir benötigen 125 000 Stimmen, damit das Thema noch einmal im Bundestag aufgenommen wird“, so Heinrichs. rf

Rund 500 Stunden gebastelt hat Wilfried Tann aus Krebeck an seinem aus Bambus nachgebauten Modell eines Fliegers aus der Pionierzeit um 1910. Doch das gibt es mittlerweile in dreifacher Ausführung mit den Spannweiten 1,96 sowie 2,14 und 3,30 Metern. „Winterzeit ist Bauzeit“, erklärt er, wann er die vielen Stunden seiner Freizeit geopfert hat.

70 Mitglieder hat der EMC, von denen rund 30 regelmäßig aktiv am Fluggeschehen teilnehmen. „Wir sind offen dafür, wenn Leute bei uns anfangen wollen“, lädt Heinrichs mögliche Interessenten ein. Sonntags um 10 Uhr treffen sich die Mitglieder, um ihrem Hobby nachzugehen.

Der Verein bietet die Möglichkeit, erste Schritte am Simulator oder an zwei vereinseigenen Modellen im Lehrer-Schüler-Flug zu unternehmen. Auch würden neue Modelle vor dem Erstflug eingestellt. „Viele machen den Fehler, ohne Hilfe anzufangen, weil sie sich nicht blamieren wollen“, sagt Heinrichs. Doch dabei könne schnell Frustpotenzial entstehen. „Es braucht zwei bis drei Monate, um sicher fliegen zu können.“

Weitere Informationen auf www.emc-duderstadt.de

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