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Erziehung und Handwerk

Güntzler besucht Kindergarten Erziehung und Handwerk

Über steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen und mangelnden Erziehernachwuchs hat sich der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) Mittwoch im St.-Antonius-Kindergarten in Gieboldehausen informiert. Ein Thema bildete die mangelnde gesellschaftliche Anerkennung für den Erzieherinnenberuf.

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Fritz Güntzler informiert sich mit Thomas Ehbrecht und Sigrid Jacobi (von rechts) über die Teigproduktion in der Bäckerei.

Quelle: Arne Bänsch

Gieboldehausen/Bilshausen. „In Skandinavien beispielsweise stellt sich die Situation ganz anders dar“, erzählte Leiterin Evelin Thiede. „Dort haben Erzieherinnen und Pflegekräfte einen deutlich höheren Stellenwert in der Gesellschaft.“In Deutschland werde vor allem mängelbezogen auf den Beruf geschaut. Das schrecke junge Leute ab, sich einen Sozialberuf auszusuchen, der sich immer mehr zu einem Vollzeitberuf entwickele.

Auch steige die Tendenz in der Gesellschaft, die Erziehung an die Einrichtungen abzugeben, ergänzte Pfarrer Matthias Kaminski als Träger der Einrichtung. Allerdings könne der Kindergarten nur erziehungsbegleitend wirken. „Eltern haben auch Pflichten und Verantwortung“, erklärt er.

„Die Politik muss lernen, dass sich die Gesellschaft verändert“, gab Güntzler zu, „auch meine Partei.“ Es gebe viele Alleinerziehende oder Familien, in denen beide Eltern arbeiten. „Die Kinderbetreuung ist eine gesellschaftliche Aufgabe.“ Auf die Aussagen von Elternvertretern in Bezug auf die Kindergartengebühren, erklärte er, dass sich das Land überlegen müsse, ob es für die Zukunft reiche, das dritte Kindergartenjahr freizustellen.

Im Anschluss fuhr Güntzler nach Bilshausen in die Traditionsbäckerei „Kopp‘s Berghofbäckerei“. In dem Unternehmen sprach der Abgeordneten über die energiesparenden Umbauten am Standort sowie über Fachkräftemangel und Rückbesinnung auf traditionelles Backhandwerk.rf

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